Acht Dinge, die auf Weltreise nicht funktionieren

autor michael 2 Acht Dinge, die auf Weltreise nicht funktionieren

Wir erleben als Familie auf Weltreise immer wieder viele Möglichkeiten und Chancen. Und wir stehen ab und an vor Dinge, die schlicht und ergreifend auf Weltreise nicht funktionieren.

ERSTENS: ALS FAMILIE GÜNSTIG REISEN

Wir dachten uns, wir könnten als Familie günstig durch die Welt reisen. Im Stil der Backpacker tun. Mittlerweile merken wir, dass das als Familie schwieriger ist, als gedacht. Zum einen, weil durch die Kinder immer wieder unvorgesehene Kosten anfallen. Kinder brauchen mehr als Erwachsene. Selbst bei einem simplen Lebensstil.

 

Wir kennen Familien die günstiger reisen, als wir. Eine Familie, die günstiger eine Weltreise macht, trafen wir bisher nicht. Da wir unterwegs arbeiten, sind wir auf Internet angewiesen. Und in den bisherigen Ländern machte dieser Anspruch das ganz günstige Reisen mehr als schwierig.

ZWEITENS: SPONTAN UM DIE WELT JETTEN

Die Natur stellte uns auf dieser Erde Schranken auf. Das Meer, die Berge, Flüsse oder Wälder. Wir sind in der Lage diese Grenzen mit dem Schiff, dem Flieger oder dem Auto zu überwinden. Das ist selbstverständlich. Und was ist der Preis?

 

Auf der einen Seite ist da der Preis in Zahlen. Fliegen ist teuer. Von Panama nach Kolumbien zu reisen kostet mit dem Boot rund 500 Euro pro Person. Auf der anderen Seite ist da der Preis, den die Natur zahlt. Jeder Flug, jede Autostunde, jede Schiffsmeile ist ein Eingriff in die Natur. Darum ist spontan überall hinreisen, nicht ohne viel Geld und mit Verlust für die Natur möglich. Das wurde mir erst auf Weltreise bewusst.

DRITTENS: DIE GANZE WELT ANSCHAUEN

Ich dachte mir am Anfang der Weltreise, dass ich nach Costa Rica reise und mir von diesem Startpunkt aus die Welt anschaue. Wir waren knapp drei Monate in Costa Rica. Ein wirklich kleines Land auf dieser Erde. Und wir sahen von Costa Rica wenig.

Zum Einen, weil wir mit den Fahrrädern nicht überall hinkamen und zum Anderen, weil ein Land und insbesondere die Welt vieles zu bieten hat. Landschaften, Menschen und viele Formen zu leben, zu arbeiten. Die Welt anschauen kannst du höchstens oberflächlich. Ein Leben reicht nicht aus. Die Welt ist viel zu bunt und zu vielfältig.  

VIERTENS: MENSCHEN UND KULTUR KENNENLERNEN

Ich verbrachte 30 Jahre meines Lebens in der Schweiz. In immer dem gleichen Land. Die meiste Zeit davon lebte ich in der Nähe meiner Eltern. Kann ich behaupten, ich kenne meine Eltern?

 

Menschen, die ich jahrelang kenne, sind mir hin und wieder immer noch ein Rätsel. Und auf Weltreise all die Menschen und deren Kultur wirklich kennenzulernen, ist fast unmöglich. Und das obwohl wir zum Teil längere Zeit am gleichen Ort waren. Vieles blieb uns verborgen.  

FÜNFTENS: DAS ALTE LEBEN HINTER SICH LASSEN

Ich gehe auf Weltreise und bin dann mal weg. Das war der Plan. Aus vielerlei Gründen ist das nicht möglich. Insbesondere wegen der heutigen Technik. Und wegen meinem Facebookprofil. Um dein altes Leben hinter dir zu lassen, müsstest du alle Freunde auf Facebook löschen und allen Seiten entfolgen. Ansonsten bist du sofort wieder zu Hause. 

SECHSTENS: NACHHALTIG REISEN

Nachhaltig zu reisen ist ein Ziel, das wir uns setzen. Immer geht das nicht. Wer etwas anderes behauptet, der lügt. Reisen an und für sich ist nicht nachhaltig. Es sei denn du läufst oder nimmst konsequent das Fahrrad. Beides ist möglich, um eine Weltreise zu machen. Insbesondere beim Essen kaufen, scheitern wir an unseren ökologischen Zielen. Zuhause weiss ich, wie ich Abfall vermeiden und Essen aus der Region kaufen kann. Auf Weltreise ist «zero waste» oder «clean eating» ein Ding der Unmöglichkeit. Es sei denn, du isst die ganze Zeit Bananen. 

SIEBTENS: EINE EWIGE WELTREISE MACHEN

Wir werden immer in Bewegung bleiben, das ist klar. Einige Menschen brauchen die Abwechslung Unser Freund Joao, der zu Beginn mit uns reiste, macht das seit acht Jahren. Er reist ohne Ende. Je länger wir ihn kennen und schätzen lernten, desto mehr merkten wir, dass er sich nach einem Ort sehnt, der ihn für immer festhält. Wenn das bei ihm der Fall ist, wird das bei uns ähnlich sein.

ACHTENS: REISEN MACHT GLÜCKLICH

Das ist ein kompliziertes Thema. Eine Weltreise an und für sich, macht glücklich. Teilweise. Wir sehen das Meer und den Urwald. Das macht glücklich. Dann sehen wir die Plastikberge. Oder wie sehen die Menschen, die hier leben. Wir sehen, wie sie leben und was ihnen fehlt.

 

Da fällt es schwer zu reisen und komplett glücklich zu werden. Wir merken, dass wir aus einem privilegierten Teil der Erde kommen. Sobald ich mein Heimatland verlasse sehe ich Menschen, denen es schlechter geht und die weniger Chancen als ich haben. Darum sage ich: Reisen macht nicht glücklich. Reisen ist spannend und macht nachdenklich.

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