Bye, bye, Spielzeug!

autor mirjam Bye, bye, Spielzeug!

Ihr wisst: Mir fällt es schwer, mich von meinen Sachen zu trennen – Kleider, Möbel, Deko. Sachen, die schön anzusehen sind. Sachen, die ich nicht wirklich brauche.

Ich gebe das alles her und erwarte, dass ich auf unserer Weltreise viel schönere Dinge entdecke und sehe. Meine Kinder trennen sich ebenfalls von ihren Sachen – von Büchern, ihrem Puppenhaus, den Legobausteinen.

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UNFREIWILLIGE MINIMALISTEN

Der Unterschied: Sie machen das nicht freiwillig. Mama denkt für sie mit und verspricht ihnen, dass sie auf der Weltreise viel bessere Sachen zum Spielen haben. Klar ist: Kinder brauchen Spielsachen. Eine Kindheit ohne Spiele, ist keine Kindheit.

 

Abgesehen von ein paar Sachen, die während dem Flug als Beschäftigung dienen, lassen sie – oder besser wir – alle Spielsachen zurück.

«BEHALTEN, VERKAUFEN, WEGWERFEN?»

Kinder zeigen sich weniger einsichtig, wenn es darum geht ihre Dinge wegzuwerfen oder zu verkaufen. Ich startete den Versuch gemeinsam mit Nathan auszumisten. Jedes seit Jahrhunderten nicht benutzte Spielzeug, nahmen wir unter die Lupe. Ich fragte Nathan: «Behalten, verkaufen oder in den Müll damit?»

 

Seine Antwort war bei jedem einzelnen Spielzeug dieselbe: «Behalten.»

 

Frustrierendes Entrümpeln.

MINIMALISMUS IST NICHT ANGEBOREN

Egal, ob kaputtes Auto oder zerkauter Buntstift. Argumente wie «du spielst eh nicht damit» oder «auf Weltreise nimmt das nur Platz weg», waren ähnlich wirkungsvoll, wie einem Kind davon zu erzählen, welche tollen Mineralstoffe und Vitamine Spinat enthält.

 

Ich gab diese Aktion auf. Und entsorgte alles alleine.

MINIMALISTEN ODER PRAGMATIKER?

Ich denke, dass die meisten Kinder in der westlichen Welt viel zu viel Zeug besitzen. Das Repertoire an Spielzeug meiner Kinder war daher stets überschaubar. Das machte das Weggeben nicht leichter. Im Gegenteil.

 

Der Sinn von Minimalismus ist, dass du das behältst, was du wirklich liebst. Daher frage ich mich: Sind wir Minimalisten oder Pragmatiker?

 

Es war hart, die Sachen wegzugeben, mit denen Nathan und Elea wirklich gerne spielen. Elea war täglich am Puppenhaus anzutreffen. Nathan reihte Autos zu einem Stau aneinander, errichtete schwindelerregend hohe Legotürme und liebte Puzzle. 

Doch am meisten weh tat es ihnen, ihr geliebtes Trampolin wegzugeben.

FRAGEN UND SORGEN

Die Frage tauchte auf: Wird meinen Kindern nichts fehlen? All ihre pädagogisch wertvollen Spielsachen? Wird sie das in ihrer Entwicklung einschränken?

 

Erst vor ein paar Tagen stand ich im Sandkasten und dachte zurück an die vielen Stunden, die meine Kinder buddelnd im Sand verbrachten. Wie sie begeistert mit den Eimerchen Türme um Türme herbei zauberten.

 

Die Eimerchen und der Sandkasten bleiben hier.

SAND OHNE SPIELZEUG

Die Hoffnung ist gross, dass unsere Weltreise unsere Kinder an die ein oder anderen Strandplätze führt. Was die Sache mit dem Sand klärt. Und mit welchen Eimerchen bauen sie die Türmchen?

NATHANS LIEBLINGSBESCHÄFTIGUNGEN

Nathan liebt es zu kochen, zu helfen, zu werken. Das zu tun, was die Grossen tun. Ich gehe davon aus, dass sich auf der Weltreise dafür genug Gelegenheiten bieten. Mit Papa gemeinsam den Grill anschmeissen und Mama einen Kaffee zu kochen. Er fährt Fahrrad, lernt eine neue Sprache, sieht und erlebt vieles – er stellt dazu Fragen und bekommt Antworten. Das ist pädagogisch wertvoll und nicht etwas, das ein Kind in seiner Entwicklung einschränkt.

ELEAS LIEBLINGSBESCHÄFTIGUNGEN

Was Elea betrifft, dachte ich über diverse Beschäftigungsideen nach. Sie liebt es sich verkleiden, sich zu schminken, zu tanzen, zu singen. In dieser Hinsicht bietet Lateinamerika sicher die ein oder andere Gelegenheit. Verschläft es uns mal in den tiefen Dschungel, schmiert sie sich alternativ rote Beerenfarbe auf die Lippen.

SPIELEN IM ZELT

Und was machen wir abends im Zelt wenn es regnet?

 

Dann werden sie fehlen: Die Puzzle, die Autos, das Puppenhaus. Allen voran die Bücher.

 

Wie mein Chef zu Studentenzeiten zu sagen pflegte: Wir kennen keine Probleme, sondern Lösungen.

LÖSUNGEN DANK SMARTPHONE

Not macht erfinderisch. Und bestimmte iPhone Apps plötzlich wahnsinnig spannend. Nämlich Puzzle Apps für Kinder und eBooks für regnerische Tage.

KREATIVE IDEEN

Zurück zur Frage: Was machen wir ohne das ganze Spielzeug?

Ich freue mich darauf aus Naturalien Autos und Puppen zu basteln. Buchstaben und Formen mit ihnen in den Sand zu zeichnen oder in Bäume zu ritzen.

Wir müssen kreative, neue und simple Lösungen finden, um die Natur zum grössten Spielplatz der Welt zu machen. Die Kinder haben kein permanentes Angebot an Spielzeug. Sie – oder wir – erfinden es selbst.

IM NOTFALL

Ich bin gespannt, wie meine Kinder mit diesem Minimalismus zurechtkommen.

 

Im äussersten Notfall finden wir bestimmt ein paar spendable lateinamerikanische Kinder, die ihre Spielsachen grosszügig mit unseren armen Kindern teilen.

«Du hast mich inspiriert»
Wie buchst du einen Flug für deine Weltreise?

Ein Kommentar

  • Ich kann die kommenden Tage gut verstehen. Bin gut in Guatemala gelandet, habe auch jeden Koffer 4x geöffnet und wieder etwas herausgenommen oder hineingetan. Brauch ich das? Für wen? das Gewicht des Koffers? Aber alles ist gut gegangen und vorläufig habe ich noch nichts vermisst. Da ich vor einem Monat Grossvater wurde, ist auch die Zimmertür so markiert. Mein neuer Zivilstand: Grossvater. Überlebt die Zeit des Abschiedes gut, alles Gute.

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