Das Ende unserer «Weltreise»?

autor mirjam Das Ende unserer «Weltreise»?

Da wir die Route unserer Reise niemals planten, waren wir nicht daran interessiert auf Biegen und Brechen nach Kolumbien zu reisen. Wir waren daran interessiert, das Fliegen zu umgehen. Und wir fanden Gefallen an der Idee, mit dem Schiff gen Heimat zu tuckern. Im Sommer absolviere ich meine Prüfungen in der Schweiz. Früher oder später müssten wir uns entscheiden, wie wir nach Europa reisen. Und ihr wisst: Wir wollen nachhaltig reisen.

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DIE LETZTEN VIER MONATE IM RÜCKWÄRTSGANG

Nachdem wir merkten, dass die Reise nach Kolumbien höchstens mit Flug möglich ist und nachdem wir alle anderen Varianten ausprobierten. entschieden uns dazu zurück nach Costa Rica zu reisen. Die ganze Strecke, die wir mit den Fahrrädern absolvierten, zurück mit dem Bus. Wir luden unsere Fahrräder, Sack und Pack in den riesigen «Tico Bus» und durchliefen unsere letzten vier Monate quasi im Rückwärtsgang.

ZURÜCK NACH COSTA RICA

Von Panama Stadt das ganze Land der Panamericana entlang. Vorbei an dem Restaurantbesitzer (der das legendäre Organic Food Schild übrigens nie in Betrieb nahm) und an all den Orten, die wir mühsam einige Wochen zuvor entlang strampelten.

 

Und dann erneut über die Grenze nach Costa Rica. Ein Grenzübertritt, bei dem wir uns wie in einem Kriegsfilm fühlten. Mehr als pingelige Kontrollen, Soldaten mit Maschinengewehren, Spürhunde und endlose Warteschlangen. Wir liessen alles über uns ergehen mit dem Ziel in die Hauptstadt von Costa Rica zurückzukehren. Dort, wo unsere Welt… oder unsere Reise, unser Abenteuer vor vier Monaten ihren Anfang nahm.

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ETWAS HAT SICH GEÄNDERT

Wir fanden es seltsam, alles rückwärts zu fahren. Im Dunkeln nochmals alle Orte an uns vorbeirauschen zu sehen, mit denen wir viele Erlebnisse verknüpften. Ich spürte: Eine Ära ging zu Ende. Etwas in uns hatte sich auf der Reise geändert. Das Problem war, dass wir nicht genau wussten, was das war.

DIE GRINGOS MIT GELD

Michael spürte seit langem, dass ihm auf Reisen eine klare Aufgabe fehlte. Die Menschen in Zentralamerika sahen uns als Touristen auf einem Fliessband. Die Gringos mit Geld. Wir den Fängen der Mafia. Im Grunde genommen brauchte uns niemand wirklich. Wir waren die klassischen Weltenbummler, die ausgedehnte Ferien geniessen. Das Problem: Das wollten wir nie sein.

UNSER URSPRÜNGLICHES ZIEL

Unser Ziel war es ursprünglich bei Projekten mitzuhelfen und etwas sinnvolles zu leisten. Wir erfuhren noch vor der Abreise, dass das komplizierter ist, als gedacht. Wir gestalteten unsere Reise sinnvoll, achteten auf unseren ökologischen Fussabdruck und scheuten uns nicht davor Orte zu besuchen, um die andere Touristen mit Sicherheit einen Bogen machen.

 

Wir fuhren mit dem Bus durch die dunkle Nacht und uns war klar, dass sich auf unserer Reise etwas ändert. Wir entschlossen uns von San Jose in die Dominikanische Republik zu fliegen und von dort mit dem Schiff nach Deutschland zu reisen. Das war die umweltfreundlichste Variante, die uns in den Sinn kam.

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WIE WEITER?

Michael und ich führten endlose Diskussion. Die Frage hinter allen Gesprächen war «wie weiter?». Was passiert wenn wir in Deutschland sind und meine Abschlussprüfungen hinter mir liegen? Reisen wir weiter? Wie finanzieren wir uns das? Und ist das wirklich das, was wir wollen?

 

Unsere Absicht in die Welt hinauszuziehen, um sie ein Stück besser zu machen, bekam neue Formen und Gedanken.

UNSERE REISE DAUERT BIS ZUM SOMMER

Unser erstes Ziel ist es nicht, die Welt zu bereisen. Wir wollen sie kennenlernen. Ihre Schönheiten und ihre Probleme. Wir sind reiselustig und sehnen uns nach einem besonderen Abenteuer. Allem voran, wollen wir etwas bewegen und etwas sinnvolles in unserem Leben anpacken. Und auf dieser Reise erlebten wir viel, das dem Sinnvollen, das wir suchen, eine Form gibt.

 

Irgendwann war klar: Die Reise dauert bis zum Sommer. Wir werden Deutschland besuchen, die Schweiz und danach Israel und wahrscheinlich ein Hilfsprojekt im Libanon. Nach meinen Prüfungen werden wir wissen, wie es weiter geht. Welche Aufgabe nehmen wir wahr und wie entwickelt sich unser Abenteuer?

EINE NEUE SICHT

Unsere Sicht auf unser aktuelles Leben veränderte sich grundlegend. Wir sind bereit Risiken einzugehen und unsere Träume und Visionen mutig zu leben. Wir wollen unser Potenzial ausschöpfen und an viele Grenzen kommen. Seien das die Grenzen fremder Länder oder unsere eigenen.

ZURÜCK ZUM ANFANG

Wir kamen müde und erschöpft mitten in der dunklen Nacht in Costa Ricas Hauptstadt an, San Jose. Wir quetschten unsere Fahrräder in unser Hotelzimmer und schliefen erschöpft ein. Vieles erinnerte uns dabei an unsere erste Ankunft in San Jose  – den ersten Tag unserer Reise. Übermüdet, erschlagen und vieles noch ungewiss. Einzig die Fahrräder waren damals nicht an unserer Seite.

 

Die letzten Monate waren die besten unseres Lebens. Und wir sind gespannt auf die, die noch folgen werden.

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mit vier Reisetaschen.

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