Das erste Mal auf Kreuzfahrt

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Auf Kreuzfahrt zu gehen ist definitiv ein Erlebnis. Das beginnt mit der Suche der passenden Reiseroute, geht weiter über die individuellen Eigenheiten eines Kreuzfahrtschiffs und endet mit einem Spektakel.

ZENTRALAMERIKA, BYE BYE?

Wir entschieden uns unsere Weltreise von Zentralamerika in den Nahen Osten zu verlegen. Ein Direktflug war uns zu teuer oder zu umständlich. Daher schauten wir uns nach anderen Möglichkeiten um und informierten uns zuerst über Überfahrt per Frachtschiff. Eine Reise mit einem Frachtschiff wäre eine großartige und einmalige Sache. Sie ist jedoch für Passagiere unter sechs Jahren nicht realisierbar. Wenn Elea älter ist, werden wir sicher mal auf diese Weise langsam um die Welt reisen.

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BTW, PASSENDER BEITRAG:

Der erste Tag unserer Weltreise

REISEN MIT DEM FRACHTSCHIFF?

Nach Flug und Frachtschiff beschäftigten wir uns mit Kreuzfahrtschiffen und fingen an zu suchen. Im Gegensatz zu einem Flieger ist das Kreuzfahrtschiff in zwei Dingen komplett anders. Zum einen ist eine Kreuzfahrt kein reiner Zweck zum Transport und zum anderen ist es kein schnelles, sondern ein langsames Reisen. 

WIR NEHMEN DAS KREUZFAHRTSCHIFF

Die Suche nach der perfekten Transportroute war für uns darum etwas komplizierter, weil Kreuzfahrtschiffe als Urlaubsdampfer gemacht sind und nicht in erster Linie Weltenbummler von A nach B bringen wollen. Schlussendlich wurden wir fündig. Ein Kreuzfahrtschiff, das von La Romana, Dominikanische Republik nach Kiel fährt. Eine 19 tägige Transatlantikreise auf einem all inclusive Hotel auf Wasser. Das heisst: Mit allem drum und dran. Das kostet ein kleines bisschen mehr als mit dem Flugzeug in neun Stunden nach Europa zu reisen. Dafür gibt es gratis Essen ohne Ende. Wir dachten uns, dass man nie ausgelernt hat und buchten diese Kreuzfahrt.

FRAGEN ÜBER FRAGEN

Gebucht und vergessen. Darum kamen uns die wichtigen Fragen erst einen Tag vor Abfahrt. Wann müssen wir einchecken, welche Dokumente brauchen wir? Ein guter Freund von mir ist ein Schiffsfanatiker und erklärte mir darum, dass man pünktlich auf dem Schiff sein muss. Wenn es abfährt, dann fährt es ab und du darfst hinterherwinken. Also sind wir am besagten Abreisetag in aller Früh nach La Romana gefahren. Am Check In wurden wir gerügt. Wir hätten die Buchungsunterlagen nicht dabei. Nur die Pässe. Die seien per Post gekommen. Wir schmunzelten. Das war trotzdem kein Problem und wir kamen schnell und unkompliziert auf das Schiff.  

KREUZFAHRTSCHIFF - NEUE WELT

Ein Schiff wie ein Ungeheuer. Ein Monsterteil, Ein Koloss. Und schon der Einstieg ist spektakulär. Du passierst die Sicherheitskontrollen. Die Gesellschaften haben Angst vor dem ersten Terroranschlag. Nach dem Sicherheitscheck fährst du per Lift auf das richtige Deck. Drinnen suchst du deine Kabine, deine Kajüte oder dein Zimmer und bist überrascht. Wir buchten das einfachste Zimmer und fanden sie trotzdem sehr luxuriös. Ehrlich gesagt hatten wir beinahe einen Kulturschock. Von dem einfachen Leben in Zentralamerika auf das deutsche, saubere Kreuzfahrtschiff. Das war definitiv nicht das gleiche.

DIE PARTY IN ENDLOSSCHLEIFE

Nachdem wir das Zimmer bezogen, folgte das erste Essen. Zuerst die Wahl des Restaurants. Ein Schiff mit acht Restaurants kann einem schwindlig machen. Und dort findest du ein endloses Buffet. Wein a la Diskretion. Bier übrigens ebenso. Und damit startete der Karneval. Ein Schiff, beladen mit Deutschen – die zehn Schweizer sind zu vernachlässigen – und alle wollten Unterhaltung. Diese lieferte der Martin, der Entertainment-Chef. Durch die Lautsprecher begrüsste er die Urlauber und stimmte sie in die gute Laune an Bord ein. Er machte uns Lust auf die Anytime-Bar, auf die Soulman-Brother im Konzert, auf die Kunstgalerie an Deck 9, den Landausflug am nächsten Morgen, das Pokerturnier am Abend und natürlich auf die obligatorische Seenotrettungsübung. Der Zirkus startete bevor das Schiff überhaupt aus dem Hafen auslief. Und die Deutschen und die zehn Schweizer waren zufrieden

DIE ANFÄNGER IN DER SEENOTRETTUNGSÜBUNG

Dann lief das Schiff aus. Der Kapitän verkündete über die Lautsprecher, dass alles ready sei. Die Menge klatschte auf dem Pooldeck und aus den Lautsprechern tönte das Lied „sail away, sail away, sail away“.

 

Pünktlich um halb Neun ging die Seenotrettungsübung los. Und die Familie Mettler brachte den Zirkus zum ersten Mal ins Stocken. Unsere Kinder schliefen. Todmüde fielen sie um halb Acht ins Bett. Also gingen die Eltern alleine an die Übung. Dem Mann bei unserem Sammelplatz „W“ sagten wir scherzhaft die Kinder seien sich noch am anziehen. Da das leider ein Deutscher mit wenig Humor war, verstand er den Witz nicht und warnte uns nicht davor, was uns gleich passieren würde. Als alle kurz vor Schluss genervt auf ihrem Sammelplatz warteten, wurden wir ernstlich ermahnt, dass unsere Kinder sofort an Deck zu holen seien. Ups.

JA, DIE KINDER AUCH

Wir gingen in unser Zimmer und weckten die Kinder, quetschten sie in die Rettungswesten und versuchten sie irgendwie – mit der eigenen Weste im Weg – auf dem Arm zum Sammelplatz zu tragen. Und da begann unser Spiessrutenlauf. Alle wussten: Wegen denen geht die Übung so lange. Oben angekommen wurden auch Nathan und Elea gezählt. Wir erhielten die Instruktionen und erfuhren was im Notfall zu tun ist. Danach bedankte sich der Kapitän für die Mithilfe und entschuldigte für die lange Dauer. Was will man machen, gewisse Reisende hätten halt wieder eine spezielle Einladung gebraucht. Aber ab dann lief die Zirkusparade wie geschmiert und niemand wollte aufgehalten werden.

WIR SCHIPPERN DURCH DIE KARIBIK

Wie funktioniert das mit dem Landausflug? Und wo waren wir da beim ersten Mal? Das lest ihr in unserem nächsten Artikel. Schiff Ahoi.

Skindu - Eine Familie auf Weltreise dank Online Fernschule
Santo Domingo

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