Der erste Tag unserer Weltreise

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Wie kann es anders sein? Der erste Tag unserer Reise war stressiger, als gedacht.

Der Plan war von Mirjams Eltern in Deutschland aus nach Frankfurt zu fahren. Und von dort aus mit dem Flugili, wie Elea das Flugzeug nennt, durch die Nacht an das andere Ende der Welt zu reisen.

 

Das war der Plan.

Dann kam das Leben.

GEWALTIG VERSCHÄTZT

Nach einer letzten Partynacht bei Mirjams bester Freundin, schliefen wir bis morgens um Sieben. Wir rissen uns zusammen die letzten Stunden mit unseren besten Freunden zu geniessen und zu feiern. Das war schwer, denn es lag ein schlimmer Streit in der Luft. Die Nerven lagen blank. Leo zerbiss unser teures Mikrofon, das ich für Radioaufnahmen benötige.

Das war das Tüpfelchen auf dem i. Seit Wochen war der Hund ein Thema. Hundeerfahrende Leute rieten uns von dieser Aktion mit dem Hund ab. Die Mehrfachbelastung durch Leo zerrte an den Kräften.

 

Mir war klar: Wir verschätzten uns gewaltig.

LÖSUNG FÜR LEO

Der Bekannte von Mirjams Eltern, der uns den Bus für den Roadtrip nach Frankfurt lieh, rettete uns und brach unsere Herzen. «Wir suchen einen Hund. Sollen wir euren nehmen?» Mirjam vergoss Unmengen Tränen und entschied, dass es das beste sei, den Hund vor Flug und Stress zu schonen. Und uns selbst. Denn mehr denn je, müssen Mirjam und ich als Team funktionieren. Ständige Streits wegen dem Hund helfen nicht weiter.

 

Leo bleibt auf einem Bauernhof mit einem anderen Hund und vielen Tieren. Anstelle der grossen Weltreise. Die Entscheidung war vor allem für Mirjam unglaublich schwer. Sie liebt den Hund. Ich wusste, er wird uns unterwegs eine Hilfe sein.

EMOTIONALER ABSCHIED

Kurz nach dem Frühstück kamen Mirjams Freundinnen. Und Tränen. Viele Tränen. Freundinnen seit bald zwanzig Jahren. Fast nicht möglich, dass etwas diesen emotionalen Moment toppen würde. Fast.

 

Dann wurde es Zeit für den Abschied von Mirjams Grossvater. Schwierig in Worte zu fassen, was der Opa für Mirjam bedeutet. Ähnlich schwierig war es daneben zu stehen und den Kloss im Hals herunterzuschlucken. Mirjams Opa feierte kürzlich seinen 90igsten Geburtstag.

 

An Drama fehlte es dem Start für unsere Weltreise nicht, wie ihr seht. 

DIE FAHRT IM PARTYBUS

Die Fahrt im Bus war lustig. Partybus. Sulamith, Nathans Gotti und Mirjams Eltern unterhielten die Kinder, während wir uns von Anstrengung, Drama und Schock erholten. Oder es versuchten. Leo fehlt.

 

Wir trudelten bei Sonnenuntergang am Frankfurter Flughafen ein. Die Flugilis in der Luft, die grosse Stadt und der riesige Flughafen. Das Reisefieber stieg.

DER CHECK-IN

Und sank, als wir am Check-In standen. Das nächste Problem, das nächste Drama. Einschub: Für Costa Rica brauchen wir kein Visum, dürfen dafür nicht mehr als 90 Tage dort bleiben. Auf der Botschaft in der Schweiz sagte uns der freundliche Herr, dass wir einen Beleg für die Weiterreise brauchen. Joao sagte: «Beleg? Nie gebraucht.»

Wir versuchten es ohne.

 

Die freundliche Dame am Check-In sagte: «Keine Beweise für die Ausreise? Sie bleiben hier.»

COSTA RICA BUSTICKETS ONLINE BUCHEN

Mit dem Motto «es gibt keine Probleme, sondern Lösungen», fragten wir die grosse Suchmaschine um Rat. Tadaaa. Auf laterminalcostarica.com buchten wir die Bustickets von Costa rica nach Nicaragua. 30 Dollar pro Ticket. Tickets, die am Flughafen angeblich für bis zu 300 Euro vertickt werden. Dank Flughafen W-Lan und Mirjams Spanischkenntnissen, sparten wir Geld.

JOAO STÖSST HINZU

Joao stiess hinzu. Hinter sich einen Monat Kazachstan, einen Abstecher nach Portugal. Und vor sich dieselbe mühsame Geschichte mit dem fehlenden Beleg. Unseren Hippie bringt zum Glück nichts aus der Ruhe.

DER SICHERHEITSCHECK

Die Dramen rissen nicht ab, nahmen dafür an Heftigkeit ab. Nächstes Mini Drama am Sicherheitscheck. Vorsorglich wie Mirjam ist, verstaute sie Zahnpasten, Linsenmittel und Cremes (alle zu gross selbstverständlich) im Handgepäck. Ein Fall für die Polizei und den Abfalleimer. Als Mirjam eine Träne wegen ihrer sauguten (und sauteuren) Gesichtscreme verdrückte, liess der Beamte unbemerkt diese Creme wieder im Handgepäck verschwinden. Guter Mann.

FLUGZEUG UND GROSSE KINDERAUGEN

Die Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. An dieser Stelle sei gesagt, dass unsere Kinder sich als wahrhaftige, mutige Abenteurer bewiesen. Die ganzen Abschiede, Tränen, das Chaos, der Stress und die Dramen. Dann der grosse Flughafen, die vielen Eindrücke und die müden Äuglein. Sie schafften es tapfer und aufgeregt in das Flugili.

 

Und Elea schlief seelenruhig ein.

VLOG Der erste Tag unserer Weltreise

SCHAUEN, STATT LESEN:

NATHAN MACHTE PARTY

Nathan führte die Party eine Weile fort. Flippte aus beim Start, haute rein beim Flugzeugdinner und genoss seinen persönlichen Kinostuhl. Nathan ist ganz der Papa. Für ein Essen im Flugzeug bleibst du wach. Egal wie übermüdet du bist.

DER ERSTE TAG UNSERER WELTREISE

Wahnsinn. Wir sitzen hier. Wir sind auf Weltreise.

Der erste Tag liegt hinter uns.

 

Wir befinden uns – während ich das schreibe – über dem Nordatlantik, auf knapp 10000 Meter Höhe und treffen in knapp drei Stunden in der Dominikanischen Republik ein. Da tankt das Flugzeug und bringt uns danach an unser Ziel: San Jose, Costa Rica.

Knapp 8000 Kilometer fort von unserer Heimat.

Wir freuen uns der Dinge, die da kommen.

 

Aber am meisten freuen wir uns, dass wir es bis hierher geschafft haben.

Blut spenden vor der Weltreise
Wir haben es gepackt

Ein Kommentar

  • beatrice felber sagt:

    ich bewundere euch.
    ich kann die gefühle gut nachvollziehen, weiss was es heisst abschied zu nehmen.
    war selbst „nur“ für 6 monate in Südafrika. ohne familie.
    habe in einem kinderheim gearbeitet. es war nicht einfach wegzugehen, aber auch nicht einfach zurück zu kommen.

    ich wünsche euch alles gute, geniesst es (auch wenn’s nicht immer einfach sein wird.!)
    herzlich beatrice

    ps: erhalte eure mails über info@afrikakomitee.ch

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