Die 10 grössten Unterschiede zwischen Latinos und Europäern

autor mirjam Die 10 grössten Unterschiede zwischen Latinos und Europäern

Wir sind seit knapp zwei Monaten in Costa Rica. Der Schweiz Lateinamerikas – sagen viele. Das löst zwei Gedanken bei uns aus. Erstens denken wir, von wegen. Das einzige, was mit der Schweiz vergleichbar ist, sind die Leute im Bus, die alle auf ihr Smartphone starren. Der zweite Gedanke ist: Wenn das die Schweiz ist? Was sind dann die anderen Länder? Und das denken wir nicht immer mit wohligem Gefühl im Bauch. 

UNTERSCHIEDE ZWISCHEN LATEINAMERIKA UND EUROPA

Denken wir an die Schweiz, denken wir an Sauberkeit, Pünktlichkeit und wirklich, richtig saubere Sauberkeit. Alles ist ordentlich. Vom Versorgen des Hundekots, bis zum Beamten im Bundeshaus.

In diesen Sachen bietet Costa Rica das Gegenteil: Hier ist es dreckig, niemand ist pünktlich und es herrscht geordnetes Chaos.

GUTES UND SCHLECHTES

Michael kommt mit der saloppen Arbeitsmoral hier nicht klar. Ich – ihr merkt es vielleicht schon – nicht mit gemütlichen Toleranz gegenüber Müll und Dreck.

Ich finde es toll, dass die Menschen sich hier ganz viel Zeit für alles nehmen. Michael findet es super, dass hier jeder auf den Strassen hupt und er mit jedem ins Gespräch kommt.

Manches ist ähnlich – das meiste ist komplett anders. Und darum hier: Unsere Top Ten der grössten Unterschiede zwischen Latinos und Europäern:

ERSTER UNTERSCHIED: DIE LAUTSTÄRKE

Das fängt beim Fernsehen an, geht weiter beim Verkehr und hört bei der Kommunikation auf. Wenn hier ein Jugendlicher Hiphop hört, wackeln nicht seine Zimmerwände, sondern die Wände des ganzen Dorfes.

 

Und der Drang der Latinos häufiger und lauter beim Reden zu schreien – selbst, wenn sie gar nicht wütend sind – verhält sich gleichwertig mit dem Drang, während des Autofahrens zu hupen.

ZWEITER UNTERSCHIED: DIE PINGELIGKEIT

Wer ist wohl pingeliger? Ihr denkt bestimmt: Die Europäer! Die Antwort lautet: Meistens. Wenn es um Sauberkeit geht zum Beispiel. Oder um Pünktlichkeit.

Die Latinos sind anders pingelig. Wenn du in Lateinamerika aus einem Bus aussteigst, damit die Leute besser an dir vorbeikommen, bedeutet das: Du bist draussen. Kein Zurück. Selbst wenn dein Einkaufsbeutel noch auf deinem Sitz liegt. Wer aussteigt, steigt aus. Wahre Geschichte!

DRITTER UNTERSCHIED: DIE ARBEITSMORAL

In Deutschland und in der Schweiz arbeiten die Menschen, um der Arbeit willen. In Lateinamerika höchstens für den Lohn. Und das nur, wenn es sein muss. Mehr Lohn, als nötig, will hier keiner. Wenn ein Schweizer mit einer vollen Kreditkarte ein paar Extrawünsche hat, zuckt der Latino belanglos mit den Schultern. Die paar Colones sind die Mühe nicht wert.

VIERTER UNTERSCHIED: DIE FRAUEN

Erstens haben die Frauen hier richtig kleine Füsse. Das galt es jetzt loszuwerden. Ich schaffte es mit meiner Schuhgrösse 39 kaum Schuhe zu finden.

 

Zweitens sind die Frauen, vorzugsweise die Mütter, hier echte Kontrollfreaks. Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Das, was europäische Mütter und Helikoptererziehung verstehen, ist für Latino-Mamas nichts anderes als Laisser-Faire.

FÜNFTER UNTERSCHIED: DIE MÄNNER

Während die Männer in Europa höchstens glauben der Chef zu sein, sind es die Männer in Lateinamerika wirklich. Das wird allgemein akzeptiert. Ausser von europäischen Blondinen auf Weltreise, die sich auf diese Weise nicht besonders beliebt machen.

SECHSTER UNTERSCHIED: DIE FAMILIE

Deine beste Freundin hier ist deine Mama. Deine Clique besteht aus deinen Geschwistern. Familie fängt mit allem an und hört mit allem auf. Eine Familie, die Sack und Pack und Kinder packt und hinaus in die weite Welt zieht, würde von den Grossmüttern hier nicht akzeptiert werden. Ein weiterer Grund warum uns hier alle etwas merkwürdig finden.

SIEBTER UNTERSCHIED: DER STUNDENPLAN

In Deutschland und in der Schweiz arbeitest du von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Hier arbeitest du von, wenn du Lust hast, bis es regnet.

ACHTER UNTERSCHIED: DIE ETIKETTE

Ich dachte als Deutsche immer, dass die Schweizer überangestrengt höflich sind. Dann kam ich nach Lateinamerika und jetzt halte ich die Schweizer für eine ausgelassene Bande anarchistischer Raudis. Hier sagst du lieber nichts, als das falsche. Und höchstens das, was der andere hören will.

NEUNTER UNTERSCHIED: DER HUMOR

Wo wir herkommen, lachst du dann, wenn etwas wirklich lustig ist. Über Katzenvideos zum Beispiel. Hier in Lateinamerika lachst du immer. Und zwar laut. Und je tiefer das Niveau, desto lauter.

ZEHNTER UNTERSCHIED: DIE PÜNKTLICHKEIT

Die Pünktlichkeit musste kommen, das war klar. Alle haben sie erwartet. Und hier ist sie. Pünktlich zum Schluss. Wenn das hier ein lateinamerikanischer Blog wäre, käme das, was du erwartest, einen Beitrag später. Oder gar nicht. Wenn jemand überhaupt Lust hätte, einen Blog zu schreiben.

Liebe Karriere, das war‘s
Vom Leiden und Glück einer Weltreise

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