Die Gastfreundschaft der Ureinwohner

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Ich komme, ich bin und ich gehe. Mir fällte es nicht schwer, in das Haus einer fremden Person zu platzen, nach noch mehr Kaffee zu fragen und dann einfach wieder zu gehen. Darum gefällt es mir auf unserer Weltreise. Und es gefällt den Kindern.

UNERSCHROCKEN INS UNBEKANNTE

Elea ist eine starke Persönlichkeit und sie gleicht mir in vielen Dingen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, ganz sie selbst zu sein. Für sich zu sein. Egozeiten zu geniessen. Und sie ist eine, die sich furchtlos in unbekannte und neue Situationen stürzt.

Vor einigen Tagen landeten wir in Boruca. Morgens packten wir alles ein, am Vormittag begaben wir uns auf Reisen und assen zu Mittag bei einer neuen Familie. Einer Familie, vor deren Haus, wir unser Zelt aufstellten, während Elea vergnügt im Bach ein paar Meter weiter plantschte.

ELEA AM NEUEN ORT

Elea braucht nicht viel Zeit, um an einem neuen Ort anzukommen. Sie ist da und ist zufrieden. Sie findet schnell ihren Platz. Sie hat keine Angst, sofort im Bach am neuen Ort zu plantschen. Sie ist nicht zu schüchtern, um sich auf den Schoss ihrer Gastgeberin zu setzen und mit ihr Fernsehen zu schauen. Und sich währenddessen eine schmucke, neue Frisur machen zu lassen. Elea lebt ihr Leben. Hier, da oder dort. Natürlich braucht sie ihre Zeit und wir dürfen nicht vergessen, ihr die Zeit zu geben. Dann, wenn sie sie braucht.

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NATHAN UND DIE WELTREISE

Nathan ist da ein bisschen langsamer. Wie bei vielem, braucht Nathan zum Ankommen mehr Zeit. Er stürzt sich nicht gerne in Unbekanntes. Wechselt nicht gerne in fremde Häuser und zu anderen Schlafplätzen.

Die Wechsel sind für ihn zu Beginn immer ein Drama. Er sagt damit: «Mir geht es zu schnell.» Diese Momente geniesse ich. Das sind die Momente, in denen ich Nathan an der Hand nehme und mit ihm alleine Zeit verbringe. Weg von der neuen Situation, den vielen Eindrücken. Ich sitze alleine mit ihm in der Natur und geniessen diesen Moment alleine mit meinem Sohn zu verbringen. Ihn zu beruhigen und mitzuerleben, wie er sich fängt. Er braucht seine Zeit. Und das ist der Grund, warum diese Momente für mich – für uns – besonders sind.

EIN AUSSERGEWÖHNLICHES GESPÜR

Nathan zeigt in vielen Situationen ein schwieriges Verhalten. Und er hat Seiten an sich, die grossartig sind. Er ist feinfühlig und nimmt mehr wahr, als andere Menschen. Weit mehr, als ich zum Beispiel. Und in den Momenten, in denen er sein Drama abzieht, merke ich, wie er die neue Situation und die neuen Menschen erlebt. Und dass er überfordert ist.

MAMA UND PAPA AUF WELTREISE

Er ist nicht wie der Papa, der schneit hinein und fragt nach Kaffee, dem Wi-Fi Passwort und einer Steckdose. Die Mama ist vorsichtiger und dennoch spricht sie sofort mit allen und baut Beziehungen auf. Gibt sich freundlich und interessiert. Während ich die ersten Laufstrecken für mein Training am Abend plane, lernt Mirjam die Namen ihrer Gastgeber auswendig.

DIE GASTGEBER IN BORUCA

Und die Gastgeber hier in Boruca, sind wie ich. Sie kommen furchtlos auf uns zu – mit der vollen Dröhnung Gastfreundschaft. Hier ist das Essen. Das Bad ist hier. Mi Casa, es su casa. Mein Haus, ist dein Haus. Und das meinen sie ganz ehrlich.

Die Menschen nehmen dich auf. Sie fragen nicht danach, was du arbeitest. Sie fragen nicht, wo du wohnst. Es ist ihnen egal, was deine Zukunftspläne sind. Sie nehmen dich auf. Und dann fragen sie dich irgendwann nach deinem Namen. Frühestens sobald dein Mund voller Essen ist. Und später fragen sie dich, von wo du kommst und wohin du gehst.

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Boruca - Das Paradies der Ureinwohner

AUSSERGEWÖHNLICHE GASTFREUNDSCHAFT

Diese Gefühl des Gebens und Nehmens, kommt hier in Boruca nicht bei mir auf. Ich setze mich hin und esse. Ich darf das Geschirr abräumen. Und niemand meint, das sei nötig.

Ich bin oft, da ich schlecht Spanisch spreche, der Aussenseiter. Das ist allen egal. Wer nicht spricht, der spricht nicht. Warum sollte jemand sprechen, wenn er nicht möchte? Hier bist du, wie du bist. Und das gefällt mir.
Nathan darf seine schwierige Anfangsphase haben. Elea wie ein Wirbelwind durch das Haus rennen. Jeder redet gerne mit Mirjam und alle geniessen mein Schweigen. Ein Hoch auf die Gastgeber und die Menschen, die mit uns einen Moment Leben teilen.

Mit Kindern reisen
Mama auf Weltreise

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