Ein Ökosystem im Dschungel – Die Villas Mastatal

autor mirjam Ein Ökosystem im Dschungel Die Villas Mastatal

Quitirrisi hinterliess einen bleibenden Eindruck bei uns. Die komplett andere Welt, in die wir eintauchten, das andere Leben.

Und am meisten faszinierte uns das Gespräch mit dem Ureinwohner, dem Schaman, der im Reservat der Indigenos lebt.

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BTW, PASSENDER BEITRAG:

Bei den Schamanen

LÄNGST VERGANGENE ZEITEN

Er scheint in einer Zeit festzustecken, die wir aus Geschichtsbüchern kennen. Er und die anderen Indigenos halten die Traditionen und die Kultur ihrer Vorfahren am Leben. Eine Kultur, die nach dem Einfall der Spanier beinahe komplett verschwand.

Sie erzählen uns, dass die Weissen, die Christen ihnen viel nahmen – ihren Geist und ihren Glauben behielten sie.

MINIMALISMUS - EIN URALTER GEDANKE

Zum Einen war es die Geschichte der Ureinwohner, die uns nachdenklich stimmte. Zum anderen ihre Einstellungen und ihr Umgang mit der Natur. Ihre Vorstellung davon, dass wir Menschen nichts auf dieser Erde besitzen. Und dass wir nicht mehr brauchen, als das, was uns am Leben hält.

Der moderne Gedanke des Minimalismus – der war vor Jahrtausenden bei ihren Vorfahren im Trend. Und es erstaunte mich, wie dieser Gedanke die Zeit bis heute überdauerte.

MIT DEM BUS ZUR ECO LODGE VILLAS MASTATAL

Nach Quitirrisi besuchten wir unsere nächste Station: Die Villas Mastatal. Eine Eco Lodge mitten im Dschungel. Der Weg dorthin besteht aus Dreck und Schotter, weshalb wir vom Fahrrad auf den Bus umstiegen. Unser Gepäck und alle Bikes im Hinterteil des Busses verstaut, rumpelten wir zwei Stunden lang durch den Dschungel. Die Aussicht war atemberaubend schön. Und es regnete ununterbrochen.

Ein wenig freundeten wir uns wieder mit den Abgasschleudern hier in Costa Rica an. Immerhin brachten der Bus uns sicher zu unserer nächsten Unterkunft.

DAS ERSTE MAL IM ZELT

Es war stockdunkel, als wir in der Villas Mastatal ankamen. Der Tropenschauer war zum Glück vorbei – der Boden und die Dunkelheit liessen es nicht zu, dass wir unser Zelt aufstellten. Javier, der Leiter der Eco Lodge, bot uns einen überdachten Platz auf seiner Lodge an. «El Rancho». Wir stellten unser Zelt auf. Joao installierte seine Hängematte. Trautes Heim, Glück allein.

MITTEN IM DSCHUNGEL

Als wir am nächsten Morgen erwachten, war es schwül, nass und die Aussicht auf den Dschungel wolkenbehangen. An mir flog ein Kolibri vorbei. Direkt vor meiner Nase. Ganz klar: Ich war im Dschungel. Die Affen oder die bunten Papageien konnten nicht weit sein.

AUF EINER SCHOKOLADEN FARM

Die Tierwelt hielt sich versteckt, als wir durch den Dschungel spazierten. Wir besuchten die Schokoladen Farm – La Iguana Chocolate – in Mastatal. Eine gelbe Frucht, die ziemlich ungeniessbar aussieht und noch ungeniessbarer schmeckt – wer hätte es gedacht – sie ist der Ursprung der schönsten Nebensache der Welt. Schokolade!

VLOG Ein Ökosystem im Dschungel Die Villas Mastatal

SCHAUEN, STATT LESEN:

DER NATUR HAUTNAH

In Villas Mastatal kamen wir hautnah in Berührung mit vielen ursprünglichen und simplen Dingen.

Das heisst konkret: Ich kam weder aus dem Staunen, noch aus dem Dreck heraus. Alles Wasser, das wir verbrauchten, war jenes, dass auf die Eco Lodge regnete.

Der Boden war rot und schmierig und ihr könnt euch denken, dass der Stapel Dreckwäsche in Lichtgeschwindigkeit in die Höhe schoss. Das Waschen ging – das Trocknen konnten wir vergessen. Die nassen Kleider, die wir aufhingen, saugten in der feuchten Luft mehr Wasser auf, als in der Waschmaschine.

JAVIER

Um uns herum hausten weitere Hippies und andere Alternative – ein bisschen wie wir. Veganer, Naturfreunde, Ökos. Typische Weltverbesserer. Alle waren wir fasziniert, von dem, was sich hier abspielte. Wie Javier hier wirtschaftete und was er auf die Beine stellte.

Javier war der Besitzer von diesem Stück Land der Villas Mastatal. Ein Stück Land, das er von seinem Vater übernahm. Ein Land mit saurem Boden – aus dem Javier ein Wunderwerk zauberte. Ein Ökosystem, das beweist wie kreativ die Natur und wie kreativ Menschen sind.

Javier ist der klassische Kumpeltyp, der die Natur spürbar verinnerlicht hat. Ein Bauer, dessen Geschichte und Vision uns fesselten und faszinierten. Kein Träumer – ein Macher. Was Javier in seiner Lodge auf die Beine stellt, ist kaum in Worte zu fassen.

Ein faszinierendes Beispiel von Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Wirtschaftlichkeit.

DIE AUGEN FÜR DAS LEBEN ÖFFNEN

Als wir in der Schweiz aufbrachen, hielten wir uns mit unserem Minimalismus und gesundem Lifestyle für futuristisch. Jetzt merken wir, dass wir in diesem ganzen Lernprozess am Anfang stehen. Neben anderen Sachen brachte uns Javier bei, dass Beobachtung für unser Leben fundamental ist. Wie wichtig es ist, dass wir das Leben, das Zusammenspiel und die Natur beobachten.

Dass wir unsere Augen für die Welt öffnen.

Wie die Villas Mastatal funktioniert und was Javier uns erzählte – Fortsetzung folgt.

Dschungelerlebnis in Costa Rica
Bei den Schamanen

Ein Kommentar

  • Jeannette Heinzelmann sagt:

    Liebe Familie Mettler. Ich kannte euch früher nicht. Durch den Blog, eure Berichte und Videos habe ich euch jetzt ein klein wenig kennen gelernt. Und ich muss sagen: ich bin total fasziniert von euch und eurer Reise. Damit das ganze nicht zu einseitig wird, stelle ich mich kurz vor: Ich, Jeannette, 61, Mutter von 4 erwachsenen Kindern und 2 Kindern meines Partners, Grossmutter von 3 1/2 Enkelkindern ;-), HR Fachfrau bei Amnesty International in Bern, Mitbesitzerin eines kleinen Campingbusses, sportlich unterwegs mit Walken, Joggen, Wandern, Velo- und Skifahren (Snowboard auch, aber da war ich noch jünger ), Yoga, Fitness. Aber nicht auf Social Media. Sitze jetzt gerade bei einem Kaffee aus der Maschine in der kuschelwarmen Küche mit Blick auf die schneeweisse Pracht ⛄️❄️ und lese die News aus dem Jungle. Echt krass, was ihr so erlebt. DANKE, dass ihr mich teilhaben lâsst! Alles Liebe aus der CH und warte gespannt auf weitere Geschichten!

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