Eine Weltreise, ihre Kosten und unser Plan B

autor mirjam Eine Weltreise, ihre Kosten und unser Plan B

«Wann kommt ihr zurück?» Das ist die Frage, die wir am häufigsten hörten. Eine logische Frage, wenn jemand auf Weltreise geht. Das Problem: Die Antwort auf diese Frage ist nicht leicht. Zum Einen, weil wir viele Menschen damit traurig machen. Die Grosseltern, die an ihren Enkelkindern hängen. Die Urgrosseltern, die altersbedingt nicht wissen, ob sie uns wiedersehen. Das fällt ihnen und das fällt uns schwer.

IST DAS ERLAUBT?

Kommt darauf an. Was wir wissen ist: Wo wir die ersten Nächte schlafen (nicht in einem Zelt – das besorgen wir uns vor Ort). Welche Personen wir in Costa Rica kontaktieren. Bei welchen Hilfsprojekten wir mitwirken. Was wir wissen ist, dass wir uns in San José Zelt und Fahrräder besorgen. Und dass wir nicht mehr als 90 Tage in Costa Rica bleiben, weil dann unsere Aufenthaltserlaubnis abläuft.

 

Wann wir zurückkehren? Wir wissen es nicht.

FLEXIBEL BLEIBEN

Alles ist offen. Wir sehen, wohin uns die Reise führt. Vieles ist nicht berechenbar: Wie geht es unseren Kindern? Wie weit kommen wir mit den Fahrrädern? Wen lernen wir kennen? All das ist nicht planbar. Und planen wir zu viel, schränkt uns das in unserer Flexibilität ein.  Dass wir nach Costa Rica gehen, wissen wir erst seit wenigen Wochen. Und das Hilfsprojekt, das wir dort besuchen, fanden wir nachdem wir den Flug buchten.

 

Alles ist möglich.

LEHRGELD ZAHLEN

Es bringt Vorteile mit sich eine Route zu planen. Du hast mehr Zeit, dich vorab über die Länder zu informieren. Über die Tauglichkeit der Strassen. Die nötigen Impfungen, Sicherheitsvorkehrungen, Visa und Aufenthalt. Wie gesagt, vieles bleibt nicht planbar. Lehrgeld zahlst du auf jeder Reise. Die Frage ist wieviel. Wir sind geimpft, sind über Visa informiert und im Besitz aller nötigen Papiere. Nur das Flugticket nach Hause – das fehlt.

ZWEI WICHTIGE FRAGEN

Das wirft bei vielen Menschen zwei wichtige Fragen auf:

Erstens: «Was ist mit der Schule?» Und zweitens: «Wie finanziert ihr die Kosten eurer Weltreise?»

EINSCHULUNG

In Sachen Schule überlegten wir uns folgendes: Nathan würde hier in der Schweiz mit sieben Jahren eingeschult. Jetzt ist er fünf. Die zwei Jahre Kindheit geniesst er eine Weltreise. Mehr als fair.

Damit bleiben uns maximal zwei Jahre Zeit für die Weltreise, ohne uns Gedanken über die Bildungskarriere unserer Kinder zu machen. Und nach den zwei Jahren?

Da kommen wir zurück. Oder?

HOMESCHOOLING?

Nicht ganz. Erstens halten wir uns die Option für Homeschooling offen. Wir überlegen seit einer Weile, ob dieses Bildungskonzept zu Nathan passt. Ein reguläre Schulkarriere wird bei ihm in jedem Fall schwierig. Was es problematisch macht, ist, dass Nathan seine Kollegen braucht. Wenn wir merken, dass er auf der Weltreise unter dem Wechsel der Kollegen leidet, ist Homeschooling keine Option. Dann lassen wir uns an einem Ort nieder, an dem Nathan eine Schule besucht.

WELTREISE UND KOSTEN

Jetzt zu der spannenden Frage: Wie finanzieren wir das? Kniffliges Thema. Um einiges kniffliger, als die Sache mit der Schule. Um das zu erklären, beginnen wir von vorne: Wir melden uns hier in der Schweiz ab. Wir lösen alles komplett auf und verkaufen unseren Hausrat. Das gibt ein wenig Reisegeld.

 

Und weil wir uns abmelden, haben wir Zugriff auf das Vorsorgekapital.

 

Der Plan heisst: Vorsorge verpulvern!

NEIN, SCHERZ!

Nein, unser Plan ist: Wir nutzen einen Teil der Vorsorge als Startkapital für unser neues Leben. Das ist möglich, weil Michael mit eiserner Disziplin in die Vorsorge einzahlte und wir mehr Vorsorge haben, als nötig.Das nutzen wir, um die ersten Monate die Kosten der Weltreise zu decken – ohne im Alter böse Überraschungen zu erleben.

PLAN A

Es ist unser Ziel die Kosten unserer Weltreise möglichst gering zu halten. Zelt. Fahrrad. Eine minimalistische Lebensweise. Ohne Einkommen versiegt das Kapital früher oder später. Und dann? Dann setzen wir auf Plan A: Von fern Geld zu verdienen. Sei es durch unseren Blog, durch Coaching, durch Aufträge. In unserer digitalen Welt ist vieles möglich.

Viele schütteln hier ungläubig den Kopf. Das ist viel zu riskant!
Das ist es.
Wir wissen nicht, ob das klappt. Wir haben keinen Vertrag mit einem ehrenhaften, stabilen Arbeitgeber. Kein fixes Einkommen. Verlassen uns nicht auf einen monatlichen Geldbetrag, der auf unser Konto fliesst. Was wir haben ist unser Know-How, unsere Erfahrung und unsere Fähigkeiten. Und unseren Plan B.

PLAN B

Einen Teil des Startkapitals nutzen wir für den Plan B. Für den Fall, dass unser Plan A nicht aufgeht. Für den Fall, dass unsere Kinder an schrecklichem Heimweh leiden und wir zurück in die Schweiz oder zumindest nach Europa reisen müssen. Für den Fall, wenn alle Stricke reissen.

 

Wenn wir scheitern, haben wir den Versuch. Wir haben unser Abenteuer. Ob kurz oder lang. Wir werden es sicher nicht bereuen.

 

Und wenn wir nicht scheitern, umso besser.

Joao kommt mit!
Grosse Weltreise. Grosses Ausmisten.

Ein Kommentar

  • Sabine sagt:

    Ich kenne euch überhaupt nicht – hab euch auf fb getroffen. Finde euer Vorhaben cool und auch mutig. Aber was ihr da erleben werdet wird euch sicher ein Leben lang begleiten.
    Wünsche euch alles Gute, gute Reise, viel Spass und freue mich eure Abenteuer mitzulesen.
    Lg Sabine

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