Fort de France im Schnelldurchlauf

autor mirjam Fort de France im Schnelldurchlauf

Martinique liegt in der Karibik – weit unten im Süden. Auf der französischen Insel Fort de France. Diese Insel war die erste Station auf unserer Kreuzfahrt. Am Abend vorher liess ich mich noch einweisen in die Thematik Landausflüge. Da hiess es, dass du bequem ohne Kosten und Einreiseformalitäten von Bord gehen darfst. Innerhalb von sofort bist du in einem neuen Land. Kurz. Wirklich kurz. Anstatt drei Monaten Erkundungstour, blieb uns ein halber Tag um eine ganze Insel kennenzulernen.

IN EIN NEUES LAND

Wir verliessen das Schiff und kämpften uns durch die Taxifahrer und Touranbieter. Französisch, kein Spanisch. Zeit für einen Kulturschock blieb keine. Wir mussten den Taxifahrern antworten: «Nein, wir wollten nur Martinique ansehen.» 

AUF DIE INSEL

Das Städtchen Martinique ist eine mittelschönes Stück Frankreich mitten in der Karibik. Dort zahlst du mit Euro, sprichst Französisch und die Einheimischen sind schwarz. Das einzige woran wir gewöhnt waren: Das Klima ist heiss und schwül. Trotz Französisch und anderen Vertrautheiten, merkten wir: Wir sind nicht in Europa, sondern in der Karibik. Die Einheimischen sind an die Touristen gewöhnt und bieten ihre Dienstleistungen und Waren dezent an.

KARIBISCHES FRANKREICH

Wir liefen vom Hafen weg in Richtung Städtchen. Dort war es farbig und fröhlich – ganz die Karibik. Ein bunter Strauss kleiner Läden und Strassenverkäufer. Im Hintergrund ein karibisch grüner Himmel und die Sonne wechselte sich ab mit kleinen Wolken. Vom Meer her windete eine starke Brise. Ein kleines Stück Frankreich. Und ich fragte mich, ob die Menschen hier wissen, wo die Geschichte ihrer Gründer liegt. Wie wir in Europa leben, welches Klima dort herrscht und wie wir dort seinen Lebenunterhalt verdienen.

DIE GESCHICHTE VON FORT-DE-FRANCE

Mitten in der Stadt prankte eine Kirche. Eine Mischung aus altem Gebäude und modernem Kirchenturm. Wir setzten uns in den heiligen vier Wänden auf die Holzbank und genossen einen Moment der Ruhe. Ich fragte mich in der Stille, ob die Menschen hier freiwillig Christen wurden oder ob die Kolonialisten sie zum Christentum missioniere. Und ob die Menschen hier nach die Fröhlichkeit und die Herzlichkeit ihrer Vorfahren bewahrten.

EIN KREUZFAHRT QUICKIE

Die Touristen aus den Kreuzfahrtschiffen schwemmten die Stadt, genossen das europäische Roaming und schauten sich im Schnelldurchlauf Insel und Leute an. Und am Abend assen sie wieder auf dem Schiff vom dekadenten Kreufahrt-Buffet. Hinter uns – einige Kilometer entfernt – lag die Insel. Die wir zurückliessen, ohne sie wirklich zu kennen. Keiner der Einwohner wird im Gedächtnis bleiben. Ein Quickie. Wer an Bord lernte Land und Leute wirklich kennen?

EINE DEKADENTE MASCHINERIE

Ein Kreuzfahrtschiff ist eine Maschinerie. Wir tauchten in die Geschichte ein und liessen uns die Erfahrung schmecken. Der Kulturschock war riesig. Und wir lernten – kaum zu glauben – einiges mehr über nachhaltiges Reisen. Ein paar spannende Geschichten dazu, findet ihr demnächst bei uns.

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BTW, PASSENDER BEITRAG:

Das erste Mal auf Kreuzfahrt
144 Stunden auf hoher See
Auf Weltreise studieren - so geht's

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