Impfungen für Costa Rica

autor mirjam Impfungen für Costa Rica

Wir merken: Eine Reise durch die Welt zu planen, bedeutet Sicherheiten aufzugeben. Unser Gesundheitssystem in der Schweiz (oder in Deutschland) ist eines der besten, die es auf der ganzen Welt gibt. Dazu sagten wir – wie zu vielem anderen – bye, bye.

DREI SÄULEN DER SICHERHEIT

Das europäische Blut in uns pocht auf Sicherheit. Beim Planen der Weltreise stellten wir fest, dass wir im grossen und ganzen auf drei Sicherheiten bauen:
Finanzen
Reisedokumente
Gesundheit

GESUNDHEITLICH VORSORGEN FÜR DIE WELTREISE

Sind die Finanzen gespart oder geregelt, die Reisedokumente alle gültig und vorhanden, wird die Gesundheit ein grosses Thema. Bisher wurde Gesundheit erst zum Thema, wenn wir krank wurden. Dann gingen wir zum Arzt. Die Krankenkasse zahlte.

Wir rechnen nicht damit in anderen Ländern das gleiche Niveau anzutreffen, das wir hier gewohnt sind. Wir bereiteten uns in den folgenden drei Punkten vor.

Erstens: Die Krankenversicherung. Um die kümmerte sich Michael (und wird darüber noch berichten).
Zweitens: Die Impfungen – Welche Impfungen nötig sind, klärten wir mit unserem Hausarzt ab und liessen uns brav stechen.

Für Costa Rica empfahl der Arzt dringend die Gelbfieber Impfung (ein bestätigender Impfausweis ist in manchen Ländern Pflicht). Wichtig sind die Impfungen gegen Hepatitis A und B und Starrkrampf.

Empfehlenswert ist es, sich gegen Typhus und Tollwut zu impfen.

Drittens: Eine reisemedizinische Beratung

REISEMEDIZINSCHE BERATUNG

Die reisemedizinische Beratung für Costa Rica begann mit dem grössten Thema: Die Mücken. Nicht weil sie nerven, summen und jucken. Sondern weil sie Krankheiten übertragen. Je nach Region in Zentralamerika, meinte der Arzt, seien die Risiken unterschiedlich. Und abhängig von der Höhe variieren diese Risiken. Mücken seien in den Bergen beispielsweise kaum anzutreffen. Was unterschiedlich sei, sind die Krankheiten, die Mücken übertragen.

RISIKOKRANKHEITEN IN ZENTRALAMERIKA

Die häufigsten Risikokrankheiten in Zentralamerika sind: Malaria, Dengue Fieber, Zika

Bis auf einige westliche Gebiete in Panama ist das Risiko an Gelbfieber und Malaria zu erkranken, in Zentralamerika nicht auffällig hoch. Wenn du dich dem Amazonasgebiet näherst, steigt das Risiko für Gelbfieber an. Auf der Küstenseite ist das Risiko an Gelbfieber zu erkranken, laut Arzt, geringer.

Ein Risiko, das fast überall herrscht ist das Dengue Fieber Risiko.

In Costa Rica findet sich ein kleines Gebiet im Osten, wo ab und zu Malaria Fälle auftreten.

SCHUTZ GEGEN MÜCKEN

In all diesen Gebieten empfahl mir der Arzt uns insbesondere in der Nacht gegen Mücken zu schützen. Und zwar mit einem Mückennetz oder einer Klimaanlage bei geschlossenem Fenster. Das Thema Klimaanlage im Zelt schluckte ich herunter.

Mückensprays enthalten am besten mehr als 20 % sogenanntes «deet». Um möglichst wenig zu sprayen – möglichst wenig duschen. Ihr seht: Stinken ist oberstes Gebot beim Mückenschutz. Und: Das Spray immer erst nach dem Sonnenschutz auftragen. Lange und helle Kleidung ist besser, als das kleine Schwarze.

LANGE REDE

KURZER SINN

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Impfen gegen Typhus und Tollwut ist empfehlenswert. Wichtig sind Impfungen gegen Hepatitis A und B, Starrkrampf und insbesondere Gelbfieber.

icon add white Impfungen für Costa Rica icon less white Impfungen für Costa Rica Risikokrankheiten in Zentralamerika

Malaria, Dengue Fieber, Zika. Malaria ist eine gefährliche Krankheit, die sich gut behandeln lässt. Bei Dengue Fieber ist es umgekehrt: Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit (ausser symptomatisch). Dafür hat die Krankheit in der Regel gute Verläufe. Der Zika Virus ist vor allem für schwangere Frauen gefährlich.

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Eher in westlichen Gebieten in Panama und im Amazonasgebiet. Auf der Küstenseite ist das Risiko an Gelbfieber zu erkranken, laut Arzt, geringer.

icon add white Impfungen für Costa Rica icon less white Impfungen für Costa Rica Mückenschutz

Mückennetz oder geschlossenes Fenster. Und Mückensprays mit mehr als 20 % «deet». Erst das Sonnenspray, dann das Mückenspray. Und vorzugsweise lange und helle Kleidung.

WAS TUN IM NOTFALL?

Bei Fieber lautet die ärztliche Regel: Innerhalb von zwölf bis 24 Stunden einen Arzt aufsuchen, um Malaria auszuschilessen. Wenn das nicht möglich ist, wendest du lieber bei Fieber eine Notfalltherapie an. Die dient, um die Zeit zu überbrücken, bis du zum Arzt kommst. Kinder und Erwachsene nehmen dasselbe Medikament mit entsprechender Dosis.

Es sei unwahrscheinlich, dass mehrere Personen gleichzeitig an Malaria erkranken. Wir nehmen für den Fall der Fälle zwei Packungen mit.

Bei Schmerzen oder Fieber: Kein Aspirin, weil das blutverdünnend wirkt. Besser sind Dafalgan oder Paracetamol.

WEITERE MEDIKAMENTE

Was noch? Gesund essen? Sport treiben?

Antibiotika mitnehmen! Welche Wirkstoffe in welchen Ländern effektiv sind, ist aufgrund der verschiedenen Resistenzmuster unterschiedlich. Am besten seien Antibiotika geeignet, für die es wenige oder kaum Resistenzen gibt.

GEGEN TOLLWUT IMPFEN

Wie gesagt: Die Tollwutimpfung aufzufrischen ist empfehlenswert. Die Tatsache, dass wirt dem Fahrrad unterwegs sind, macht uns für tollwütige Hunde besonders attraktiv. Bei hinterher springenden Hunden: Anhalten oder schneller fahren. Beissen die Hunde zu: Gut waschen, desinfizieren und sofort ein Spital aufsuchen. Die Auffrischungen vom Impfstoff nach dem Biss innerhalb von zwei bis drei Tagen durchführen.

WASSER UND DURCHFALL

Wir lieben Schweizer Leitungswasser. Tja. Aus dem Hahn zu trinken, werden wir uns abgewöhnen. Der Arzt meinte: Um frisches Wasser, rohes Essen und geschälte Früchte einen Bogen machen!

Das Ergebnis eines nicht gemachten Bogens ist: Durchfall. Dann viel trinken – und zwar abgekochtes Wasser oder aus Wasserflaschen. Und Salz und Zucker ersetzen.

Gegen Durchfall wirken die meisten Medikamente rein symptomatisch. Ist keine Toilette zur Hand sind diese Medis ganz hilfreich. Ansonsten: Alles raus, was nicht Miete zahlt. Bei Stuhl im Blut und Fieber einen Arzt aufsuchen oder Antibiotika einnehmen.

HÖHENKRANKHEIT

Über 2500 Meter löst die Höhenkrankheit das Risiko Mücken ab. Hier spielt vor allem die Höhe, in der wir schlafen, eine Rolle. Die typischen Symptome sind: Leichte Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Schwindel. Der Arzt meint: Nicht höher gehen, sondern vorzugsweise nach unten, bis die Symptome abnehmen. Und: Viel Wasser trinken. DIe Symptome von Höhenkrankheit und Flüssigkeitsmangel sind dieselben.

DIE GRÖSSTE GESUNDHEITLICHE GEFAHR

Die grösste gesundheitliche Gefahr sind übrigens nicht Mücken, sondern Strassenunfälle. Eine ernüchternde Statistik für eine Familie, die ihre Reise mit Fahrrad plant.

Zusammengefasst brauchen wir: Unsere Medis, einen guten Helm und viele, viele Schutzengel.

 

 

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Helfen - geht leider nicht
Wir sind dann mal hier

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