Israel mit Kindern - 5 Tipps

Für mich stand fest, dass ich die Reise nach Israel wiederhole, als ich am Flughafen in Tel Aviv stand. Schon dort ist das Land wunderschön und beeindruckend. Wenn die Kinder älter sind – oder sich die lieben Grosseltern für einen Betreuungsmarathon einspannen lassen – kehren wir zurück. Ganz bestimmt.

Okay zugegeben: Viele Sachen verpassten wir in diesem Land, weil sie mit Kindern nicht zu erleben oder zu bereisen sind. Das Holocaust-Museum in Jerusalem beispielsweise, das erschütternd und imposant zugleich ist und auf jeder To Do Liste bei einer Israel Reise stehen sollte.

Jerusalem – insbesondere die sagenumwobene Altstadt – ist eine Wucht mit vielen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Von der Klagemauer, bis zum arabischen Viertel. Nachteil für eine Reise mit Kindern: Die Altstadt eignet sich nicht für einen Kinderwagen, da einige Plätze nur über Treppen zu erreichen sind.

Ein Mix der Kulturen

Dennoch war auch Jerusalem für die Kinder ein Erlebnis – die vielen unterschiedlichen Kulturen, das tolle Essen und die jahrhundertealten Bauten faszinierten sie.

Israel ist als Reiseziel mit Kindern definitiv empfehlenswert. Da wären alleine die vielen Spielplätze, die überall zu finden sind. Die Kultur ist kinderfreundlich und offen. Ein Mix aus uralter arabischer Kultur und vielen Zuwanderern, die ihre Heimat lieben – und jeden Nachwuchs.

Wenn unsere Kinder in der Öffentlichkeit weinten, fand sich immer mindestens ein freundlicher Passant, der zufällig Süssigkeiten in der Tasche hatte.

5 Tipps für Israel mit Kindern

Wir machen unsere Reise durch Israel erneut! Mit Kindern oder ohne. Diejenigen, die eine Reise mit Kindern nach Israel wagen, finden hier unsere fünf besten Geheimtipps:

1. Markt in Jerusalem: Mahane Yehuda

Die berühmten Stätten in Jerusalem lassen sich auch mit Kindern besichtigen – sofern es sich nicht um das Holocaust Museum handelt. Manche Besichtigungen sind für die Kinder allerdings schlichtweg langweilig und verderben die Reiselust.

In Jerusalem war ein echter Volltreffer der Besuch des legendären Markts in Jerusalem – dem Mahane Yehudah. Nicht nur, weil die Händler dort den Kindern Datteln und Gebäck spendierten. Dort gab es viel zu bestaunen – von den Gewürzen bis zu dem traditionellen Schmuck.

Und die Stimmung auf dem Markt hob die Laune der Kinder, während sie Hummus löffelten und an exotischen Gewürzen schnüffelten.

Auf dem Markt Mahane Yehuda

2. Der biblische Zoo in Jerusalem

Wer bei den Kindern punkten will, besucht mit ihnen den Biblischen Zoo in Jerusalem. Das Besondere an diesem Zoo: Die Idee ist nicht Tiere zur Schau zu stellen, sondern Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Deshalb sind die Landschaften für die Tiere mit viel Liebe zur Natur gestaltet. Die Kinder fanden einen Streichelzoo und konnten an kreativen Workshops teilnehmen. Im Zoo findet sich eine Arche Noah. Sie erinnert an Noahs Vision, bedrohte Tierarten zu retten – der Leitfaden des Zoos in Jerusalem.

3. Das tote Meer

Ein Badespass, den Kindern wohl nirgendwo anders auf der Welt erleben: Das Tote Meer. Auch wenn sie sich selbst nicht gleich trauten sich auf das dichte Salzmeer zu legen, fanden sie es faszinierend zu sehen, wie selbst die Erwachsenen auf dem Wasser nicht untergingen. Ein Stranderlebnis sollte in Israel ohnehin nicht fehlen. Und wer die Wahl hat, entscheidet sich für das Tote Meer.

4. Eine historische Landschaft: Neot Kedumim

An den meisten Hot Spots in Israel herrscht viel Trubel. Von der Klagemauer bis zu den Stränden in der Hauptstadt. Umso schöner fanden wir darum unseren Ausflug in den historischen Bibelpark, Neot Kedumim, der zwischen Tel Aviv und Jerusalem liegt. Der Ort ist bei Touristen weniger bekannt – für Eltern, die mit Kindern nach Israel reisen ist es ein Muss.

Kind in Neot Kedumim

Die Landschaft dort wurde gestaltet, um ein Bild zu erschaffen, das der Landschaft von vor 3000 Jahren in Israel gleicht. Archäologische Ausgrabungen von Brunnen, Zisternen und Steinhäusern versetzen einen lebendig zurück in eine geschichtsträchtige Zeit. Die Landschaft ist wunderschön und ein toller Ort für die Kinder, um sich zu bewegen und die archäologischen Bauten zu beklettern. Der Parkt führt durch Stationen der Bibel und erweckt historische Ereignisse zum Leben.

5. Der Kalkfelsen Rosch Hanikra

An der Grenze zum Libanon befindet sich die spektakuläre Felsenhöhle Rosch haNikra. Ein Kunstwerk der Natur, das zugleich viel von der steinigen Landschaft Israels widerspiegelt. Der Ort wird sogar in der Bibel erwähnt (im Buch Josua).

Der Besuch der Grotte sollte bei keinem Familienurlaub in Israel fehlen!

Wie gefährlich ist Israel? Ein paar Worte zum Nahostkonflikt

Wir besuchten Israel an seinem 70. Jubiläumsjahr. Nein, sogar am Jubliäumstag. Am 14. Mai 2018. Wer sich erinnert: In Gaza erhitzten die Gemüter. Zum Einen weil Trump die US-Botschaft nach Jerusalem verlegte. Zum Anderen weil Israel sein Jubliäum feierte.

In Deutschland sorgten sich alle wegen Unruhen. Wir selbst empfanden Israel als sehr sicher. Wir besuchten sogar am Tag der Botschaft-Verlegung die Stadt Jerusalem. Die vielen Soldaten, Kontrollen und Sicherheitvorkehrungen flössen keine Angst ein, sondern geben einem das Gefühl in Sicherheit zu sein.

Habt ihr noch mehr Ideen für Erlebnisse mit Kindern in Israel? Wir freuen uns über alle Tipps!

Michael am Kalkfelsen in Israel
Familie Mettler

FAMILIE METTLER