Liebe Karriere, das war‘s

autor michael 2 Liebe Karriere, das war‘s

Karriere? Gab es das in meinem Leben? Keine Glanz und Gloria Karriere. Eine Karriere, auf die ich stolz sein konnte. Ich brach die Karriere ab. Und erzähle euch jetzt wie es ist, aus dem Berufsleben auszusteigen.  

ARBEIT MACHT SPASS

Manche Menschen zählen die letzten Arbeitstage. Ich bin keiner dieser Menschen. ich weiss, ab wann ich weg bin. Ich schäumte nicht über vor Vorfreude. Ich wusste: Vor mir liegt das Ende in der Arbeitswelt. Ich arbeitete immer gerne.

Ich stand morgens nicht auf und sagte mir: Mich scheisst es an. Ich hatte bessere und weniger gute Arbeitsplätze. Meistens lag das an den Chefs oder Mitarbeitern. Die Arbeit an und für sich machte ich immer gerne. Auf Weltreise arbeite ich weiterhin. Anders als vorher. Und jetzt von vorne.

FRÜHER START

Ich wuchs in einer neunköpfigen Familie. Genau, wir waren Neun. Nicht etwa mit Haustieren. Ich habe sechs Geschwister. Ich war der Älteste und half von Anfang an mit. Ich lernte früh kochen, putzen, im Garten zu arbeiten und meine Mutter putzte nicht einmal mein Zimmer.
Das heisst, Arbeit war ganz früh ein Bestandteil meines Lebens.

MEINE SCHULKARRIERE

Und ich ging immer gerne zur Schule. Ich lernte nicht besonders gerne – das war etwas für Streber und solche, die den Lehrstoff nicht verstehen.

Das führte zu Tiefpunkten in meiner Karriere. Beispielsweise wiederholte ich eine Klasse. Die Schule stufte mich von einem höheren auf ein tieferes Niveau.
Und ich brach eine dreijährige Schule nach sechs Monaten ab.

MEIN EINSTIEG IN DAS RADIO

Ihr seht, meine Schulzeit war spektakulär. Und danach ging ich in die Lehre. Ich machte die Lehre als Detailhandelsangestellter.
Das war einerseits spannend – insbesondere, wenn ich Kunden beriet. Zum anderen schöpfte diese Arbeit nicht meine Möglichkeiten aus. Darum machte ich nebenbei bei einem Radio mit. Seit meinem 13.ten Lebensjahr war das Radio Thema in meinem Leben.

MEIN ERSTER RICHTIGER JOB

Nach meiner Lehre startete ich meine erste Stelle bei einem Radio, das mir die Chance gab, eine Ausbildung als Journalist – am Medienausbildungszentrum in Luzern – zu machen.
Das war mein erster richtiger Job und ein Job, der zu mir passte. Danach ging ich zu zwei weiteren Radiosendern und ich wusste jeden Tag: Dieser Job und kein anderer macht mir Spass.

EINSTIEG IN DIE VERSICHERUNGSBRANCHE

Der perfekte Job. Bis ich Mirjam kennenlernte und sie schwanger wurde. Da wusste ich: Die unregelmässigen Arbeitszeiten bei einem Radiosender sind keine gute Sache für eine junge Familie. Ich wechselte in den Vertrieb einer Versicherung.
Und dieser Job gefiel mir auf Anhieb. Ich vermisste ein klein wenig die Action, die Musik und dass es jeden Tag etwas Neues zu erzählen gab. Dafür kam ich mit Kunden in Kontakt, mit denen es viele spannende Gespräche gab.
Vom Topmanager bis zu der Frau, die von Sozialhilfe lebt. Das war eine spannende Zeit – ich lernte so viele spannende Menschen kennen, wie noch nie. Und es war spannend in einer Firma zu arbeiten, in welcher Geld keine Rolle spielte – es war vorhanden.

ERFOLG UND DIE SCHATTENSEITEN

Ich wurde erfolgreich und verdiente viel Geld. Wenn du in der Versicherungsbranche Erfolg hast, bringt das viele Vorteile mit sich. Und Nachteile.
Ich war keiner dieser Berater, der log oder illegale Sachen machte – das gibt es in dieser Branche nicht selten. Ich war immer hart an der Grenze.
Wenn du die Grenzen ein wenig verwischst und deine moralischen Ansprüche ein kleines bisschen senkst, wartet viel Geld auf dich. Und das brachte mich zum Entschluss: Ich will weniger verdienen und nicht mehr in versuchung geraten.

VERLUST VON SICHERHEIT

Und da landete ich zuletzt in einem Job bei einer Firma, die jedes Jahr um ihr Überleben kämpft. In einer Branche, die sich ständig wandelt und mit Mitarbeitern, die sich nicht gegenseitig zerfleischen.

Da ich mit meiner Familie eine Weltreise mache, gehe ich einen Schritt weiter. Ich gebe mein festes Einkommen auf. Ich bewarb mich nicht einmal für die neue Stelle als Weltreisender. Und die AHV zahlt mir keiner mehr ein.

Das ist ein Schritt mehr in Richtung Verlust von Sicherheit.

ZWEI KEHRSEITEN

Ich bin schnell zu begeistern. Wenn mir jemand eine Aufgabe gibt, die Sinn macht und mich herausfordert, bin ich dabei. Absolut loyal und mit Leidenschaft.
Und wenn ich merke, dass mein Vorgesetzter nicht weiss, wovon er spricht, er mir dämliche Anweisungen gibt und mich in komische Machtspiele verwickelt, dann verpufft die Begeisterung schnell. Dann bin ich extrem schwierig zu führen.

MEHR ARBEIT, MEHR SPASS

Am besten funktioniere ich mit einem Ziel und einer Portion Druck. Und das ist in der neuen Aufgabe vorhanden – als Vater einer Familie auf Weltreise.
Ich investiere mich mehr in die Kinder als vorher. Ich lese mich in unbekannte Themen ein – Webdesign, SEO, Social Media und mehr. Ich bespreche mit Mirjam unsere Reise, führe Telefonate mit Partnern und überlege mir, wie wir unseren Lebensunterhalt finanzieren. Ich arbeite mehr. Und mit mehr Leidenschaft.

DIE WELT IST MEIN BÜRO

Ich gab meine Karriere in der Schweiz auf. Oder anders gesagt: Ich gehe nicht mehr jeden Tag in ein Büro. Mein Büro ist dort, wo unser iPad ist. Und meistens Sonne. Ich arbeite härter – und das ist gut. Da ich es immer liebte zu arbeiten.

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