Mama auf Weltreise

autor mirjam Mama auf Weltreise

Fünf lange und schöne Jahre meines Lebens war ich Vollzeit und Vollblut Mama. Das bedeutet: Papa ging arbeiten und ich schaute daheim zu den Kindern. Mit all den Herausforderungen, die das Leben mit Kindern mit sich bringt. Mit allen Höhen und Tiefen. Ich empfand es immer als Privileg. Und jetzt, da wir als ganze Familie auf Weltreise sind, empfinde ich das rückblickend noch viel stärker.

PAPA IST IMMER DA

Jetzt ist Papa immer da. Nicht bloss morgens, abends und am Wochenende. Papa ist da, wie Mama das immer war. Das ändert für die Kinder vieles, für uns als Familie, für uns als Ehepaar und für mich als Mama. Jetzt sind wir an einem Punkt, an den andere Ehepaare erst nach ihrer Rente kommen. Wir sind ständig zusammen.

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WENIGER ARBEIT, MEHR STRESS

Für mich als Mama ist es herausfordernd, dass neuerdings immer jemand in meiner Erziehung mitmischt. Ich entscheide weder allein, was es mittags zu essen gibt, noch wie unser Tagesprogramm aussieht. Und vor allem entscheide ich nicht mehr alleine, wie ich meinen Kindern Grenzen setze. Ich spreche mich mit Michael ab. Und er reagiert in fast allen Situation anders, als ich.

Mama sein war nie ein Zuckerschlecken. Jetzt findet der Stress auf einem neuen Level statt. Jetzt ist es weniger Arbeit und mehr Stress.
Weniger Arbeit, weil Papa einen grossen Teil übernimmt. Mehr Stress, weil nicht alles nach meiner Nase läuft.

NATHAN UND DER PAPA

Für was ich wirklich dankbar bin, ist, dass Michael zu Nathan einen fantastischen Draht hat. Und er hat stärkere Nerven. Nathans emotionale Ausraster bringen mich schneller aus der Fassung. Dann, wenn ich am Ende bin, ist Michael immer noch entspannt.

Gleichzeitig regele ich Nathans Ausraster nicht mehr auf meine Art und Weise. Im Nachhinein merke ich: Das war etwas, das mit gut tat. Ich lernte mich zusammenzureissen, auf ihn einzugehen und unsere Beziehung festigte sich. Jetzt übernimmt Michael diesen Teil. Ich habe weniger Arbeit. Und sie fehlt mir.

ELEA UND DER PAPA

Und dann Elea. Sie kämpft jetzt nicht mehr gegen einen Widerstand, sondern gegen zwei Fronten. Das spart auf meiner Seite etwas Energie. Andererseits bringt Elea Michael gerne an seine Grenzen. Und dann reagiert er nicht immer auf eine Weise, die mir passt.

Alles hat seine Vorteile und Nachteile.

MEHR AUSEINANDERSETZUNGEN

Jetzt bin ich Teilzeit Mama. Ich teile meine Arbeit und die Erziehung mit dem Papa. Das bedeutet, dass zu meinen Auseinandersetzungen mit den Kindern, die Streits mit Papa hinzukommen. Dort, wo ich mit den Kindern nicht einer meiner Meinung bin, kommt der Papa mit einer dritten Sichtweise. Weniger Arbeit, mehr Meinungsverschiedenheiten und mehr Stress.

ALS MAMA WACHSEN

Und gleichzeitig wachse ich als Mama auf eine Art, die ich nicht kannte. Ich lerne meine Sicht anzupassen. Die Kinder argumentieren beispielsweise nicht. Sie trotzen, sie jammern und was ich sage, gilt. Dass ich die Erziehung mit Michael gemeinsam übernehme, hilft mir meine Sicht zu durchdenken.

Das ist kurzfristig anstrengender. Und langfristiger bereichernd.

ABSTAND NEHMEN

Für mich als Mama ist die gemeinsame Erziehung einer der besten Erfahrungen auf unserer Weltreise. Und was ich merkte ist, dass wir mehr Zeit für unsere Kinder haben. Und viel mehr Zeit für uns brauchen. Für uns als Paar und für uns selbst. Wenn der andere die Kinder hütet, macht der andere etwas für sich.

Auf unserer Weltreise mache ich jeden Tag eine Runde Yoga – an manchen Tagen nicht mehr als fünf Minuten. Ein echtes Privileg.

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ALLES GEMEINSAM ERLEBEN

Das schönste auf unserer Weltreise als Familie ist, dass ich besondere Momente nicht mehr alleine mit den Kindern teilen. Tolle Ausflüge oder schöne Erlebnisse mit den Kindern erleben wir gemeinsam. Michael ist dabei. Und die besonderen Momente häufen sich. Die wunderschöne Natur, spannende Menschen und fantastisches Essen – wir entdecken alles gemeinsam. Wenn wir etwas lernen, lernen wir es zusammen.

FAMILIE AUF WELTREISE

Ich spüre, dass es ein grosser Unterschied ist, ob ich dem Vater am Abend daheim erzählte, was die Kinder heute alles erlebten und lernten oder ob er selbst mit dabei war. Für ihn und für mich. Und er lernt als Vater seine Kinder viel besser kennen.

Herausforderungen und Auseinandersetzungen gehören zu einer Familie auf Weltreise dazu. Unser Familienleben verändert sich stark und wir lernen neu als reisende Familie zu funktionieren.

WIR ENTDECKEN DIE WELT GEMEINSAM

Das wichtigste für mich ist, mit weniger Stress zu reissen. Entspannende Momente und Zeit zum Geniessen in unsere Reise einzubauen. Wenn unsere Nerven blank liegen, leidet darunter die ganze Familie. Nach einem anstrengenden Tag, habe ich keine Energie mehr, um auf die Kinder einzugehen.

Nach etwas Erholung bin ich wieder parat mit den Kindern die Welt zu entdecken. Mit den Kindern und ihrem Papa.

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Ein Kommentar

  • Petra sagt:

    Ich verfolge euren Blog von Anfang an!! Hab mega Respekt vor euch und vor allem vor dir als Mama….euer Leben in der Schweiz aufzugeben und auf Weltreise zugehen ich bin echt gespannt wie es weiter geht

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Mit unseren Kindern bereisten wir die Welt
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mit vier Reisetaschen.

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