Wie es dazu kam, dass wir als Familie minimalistisch leben

Alles begann mit einer gehörigen Portion Reisefieber. Im November 2017 brachen wir auf in die weite Welt mit nicht mehr als vier Fahrradtaschen Gepäck. Wir lösten unseren kompletten Haushalt auf, verschenkten unser Auto, Spielsachen, Möbel. Am Ende reduzierte sich unser komplettes Hab und Gut auf – wie gesagt – vier simple Fahrradtaschen.

Das war der erste Beweis: Minimalismus mit Familie ist möglich.

Familie Mettler im Emmental Minimalismus mit Familie

MINIMALISMUS MIT FAMILIE

Gut ein halbes Jahr lang verfolgten wir unseren Traum als Familie auf Reisen um die Welt zu ziehen. Und was blieb zurück? Nichts.

Wir liessen alles hinter uns. Und zu diesem Schritt entschieden wir uns ganz bewusst. Dahinter stand die Idee einfach zu leben und mit leichtem Gepäck zu reisen. Wir waren offen, fremden Menschen und Kulturen zu begegnen. Und wir füllten unser Leben mit Erinnerungen und Momenten, anstatt mit Sachen und Zeugs.

WIEDER IM ALTEN LEBEN?

Wir sind zurück. Seit einiger Zeit leben wir in Deutschland. Die Reise liegt hinter uns. Und wir sind noch immer diese schräge Minimalismus Familie, die – auf gewisse Weise – mit wenig Gepäck lebt.

Warum sind wir wieder da? Das hat zwei Gründe:

Erstens: Die Sache mit unseren ambitionierten langen Reiseplänen scheiterte daran, dass wir keine Kompromisse eingingen. Die wären nötig gewesen, um uns zu finanzieren. Wer sich als Blogger von Geldgebern abhängig macht, macht hier und da Abstriche – notgedrungen. Das war nicht das Leben, das wir uns wünschten.

Zweitens: Wir merkten, dass unsere Kinder von den vielen Ortswechseln genug hatten. Sie genossen die Reise und lernten viel. Und doch sehnten sie sich nach einem festen Zuhause und nach ihren eigenen Freunden.

WEITERHIN NACHHALTIG UND EINFACH LEBEN

Wir kehrten zurück in die wohl vertraute Heimat, suchten uns Arbeit und trotteten in unser altes Leben zurück. Fast.

 

Auf Reisen konfrontierten uns viele Themen, die uns schon zuvor beschäftigten. Sie bestärkten unseren Wunsch nachhaltig und einfach zu leben. Wir erschraken in der Karibik über zugemüllte Plastikstrände und dekadente Touristen-Promenaden, direkt vor den Kulissen ärmster Städte und tiefgreifender sozialer Probleme.

Das änderte unser Denken.

KERNGEDANKEN BEIM MINIMALISMUS

Mehr als zuvor, wünschen wir uns ein einfaches Leben. Deshalb prägt Minimalismus als Familie unseren Lebensstil. Wenig zu verbrauchen und mit den Dingen, die wir besitzen, achtsam umzugehen, sind die Kerngedanken beim Minimalismus. Darum ist es unser Ziel, minimalistisch zu wohnen, einzukaufen, zu essen  und uns immer wieder bewusst zu werden, dass wir nicht viel zum Leben brauchen.

Immerhin waren uns viele Monate lang auch ein paar Fahrradtaschen genug.

Weniger ist mehr

Besser für die Umwelt

Achtsamkeit für die Dinge

WAS MINIMALISMUS MIT FAMILIE FÜR UNS BEDEUTET

Minimalismus mit Familie bedeutet: Wir richten unsere Wohnung bewusst ein. Zumal auch Nachhaltigkeit bei der Anschaffung von neuen Sachen für uns eine grosse Rolle spielt. Wie gesagt ist ein grosser Schritt in die richtige Richtung keine Neuanfertigungen zu kaufen, um dem Trend unserer Wegwerfgesellschaft entgegen zu halten.

MINIMALISTISCH WOHNEN

Was bedeutet das mit dem Minimalismus für uns als Familie bei unseren Neuanschaffungen? Wir machten quasi tabula rasa und starten von vorne. Ein neuer Haushalt, neue Sachen. Wir fragen uns daher zuerst, ob wir das, was wir anschaffen, wirklich brauchen.

 

Aktuell sind wir sogar noch eine Familie ohne Esszimmer. Und es funktioniert.

Langfristig möchten wir uns Esstisch und die Stühle anschaffen. Wir vermeiden es aber in den nächsten IKEA zu rennen und in Eile ein neues Produkt zu kaufen. Wir überlegen uns denn Esstisch selbst zu machen oder einen Gebrauchten zu kaufen. Die Inserate von gebrauchten Möbeln tummeln sich im Internet zu Hauf.

DER MINIMALISMUS MIT KINDERN

Die Prinzipien des Minimalismus geben wir unseren Kindern weiter.

Und hier streuen wir euch keinen Feenstaub vor die Augen: Kinder müssen die Achtsamkeit mit Dingen erst lernen. Sie leben für den Moment. Und in gewissen Momenten wäre es ihnen lieber, wenn Mama ihnen den kompletten Spielsachenladen leer kauft.

 

Wir glauben, dass ein minimalistisches Kinderzimmer der Seele unserer beiden Kindern gut tut. Und es verlockt sie auch mehr nach draussen zu gehen und auf dem Spielplatz mit anderen Kindern zu spielen.

Zu unserem Blog

MINIMALISMUS IM ALLTAG

Immer mehr zu besitzen und sich Sachen ohne Grenzen anzuhäufen ist leider eine Krankheit in unserer Wohlstandsgesellschaft. Minimalist zu sein ist eine Herausforderung, weil dieser Lifestyle nicht dem entspricht, was wir tagtäglich lernen und beobachten.

 

Minimalismus – ob mit Familie oder ohne – ist darum ein Prozess. Manche Haushalte beginnen mit dem Entrümpeln. Wir begannen mit einer Reise.

WARUM VERZICHTEN?

Für uns bedeutet Minimalismus nicht, dass wir als Familie ständig auf alles verzichten. Viel mehr kosten wir das, was wir haben und erleben, bewusst aus. Wir sind überzeugt, dass wir auf diese Weise unser Leben viel mehr wertschätzen.

Auf dieser Seite könnt ihr uns auf diesem Weg begleiten. Und natürlich freuen wir uns, wenn ihr eure Erfahrungen mit uns teilt.

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