Papa auf Weltreise

autor michael 2 Papa auf Weltreise

Ich liebe meine Kinder. Seit sie auf der Welt sind. Seit ich auf der Weltreise bin, lerne ich meine Kinder endlich kennen. Und ich habe sie jeden Tag noch lieber.

ANTI-PAPA

Ich bin der typische Anti-Papa. Ich wuchs mit vielen Geschwistern auf. Sechs, um genau zu sein. Ich finde, Familie ist ein toller Ort um gross zu werden. Geschwister und Eltern sind wichtig um die ersten Schritte im Leben zu machen. Und die Familie ist wichtig, um später einen Ort zu haben, wo du immer willkommen bist. Ohne Einschränkungen. Ich bin ein Fan von Familie. Und ich bin ein Anti-Papa.

NEUE HERAUSFORDERUNG AUF WELTREISE

Ich war nie einer der sich mehr als alles andere eine Familie wünscht. Oder einer, der sich für die Kinder aufgibt. Einer, der für die Familie alles macht. Ich bin vom Naturell her ein typischer Eigenbrötler. Derjenige, der sich gerne in seine Höhle zurückzieht. Und genau dieser Eigenbrötler ist Familienvater. Und geht mit seiner Familie auf Weltreise. Ich bin Tag für Tag, rund um die Uhr, mit anderen Menschen zusammen. Und das ist gut.

DIE WELTREISE UND MEIN EGO

Ich bin ein Eigenbrötler und ein Mensch, der Dinge durchzieht. Und ich entschied mich dazu, Mirjam zu heiraten und zwei Kinder grosszuziehen. Das bedeutet jeden Tag: Ego zurückstellen. Und auf Weltreise noch mehr. Zum Glück funktioniert das besser, als ich mir das vor unserer Weltreise vorstellte.

NEUER PAPA

Die Gründe sind simpel. Ich habe auf unserer Weltreise als Papa mehr Zeit. Zuhause kam ich nach Feierabend nach Hause und war müde. Mein Kopf war voll von Sachen, die mich auf der Arbeit beschäftigten. Ich brauchte Zeit für mich. Das ist jetzt auf der Weltreise anders. Ich wache morgens auf und geniesse den Luxus, ausgedehnt Zeit für die Kinder zu haben. Ich bin verpennt. Dafür bin ich nicht im Stress. Ich hetze morgens nicht mehr zur Arbeit. Und meine Kinder geniessen es, dass Papa mehr als je eine Stunde am Morgen und Abend anwesend ist.

AUF BEDÜRFNISSE EINGEHEN

Dadurch, dass wir uns unsere Zeit selbst einteilen, bin ich in der Lage auf die Bedürfnisse meiner Kinder einzugehen. Die Kinder verspüren hin und wieder am Tag das Bedürfnis, etwas mit Papa zu machen. Und hin und wieder nicht.
Für die Kinder ist es grossartig, dass Papa jederzeit das iPad und die Arbeit auf die Seite stellt, wenn sie ihn brauchen. Beispielsweise um eine Viertelstunde zu schaukeln. Vier Mal am Tag. Oder ein Mal. An manchen Tagen zehn Mal. Sie sind frei und wir sind frei.

DIE KINDER KENNENLERNEN

Nathan beispielsweise durchläuft des öfteren eine Arbeitsphase. Dann schnappt er sich einen Stock, mit dem er den Garten, den Wald und die Felder bearbeitet. Er wühlt und schlägt sich durch den Dreck, die Büsche und den Sand. Und ich beobachte ihn währenddessen, helfe ihm oder klopfe ihm auf die Schulter und sage ihm, wie toll er das macht. Nach meinem Feierabend abends um sechs Uhr, war Nathan zu müde, um Wälder zu roden oder Felder zu bestellen. Diesen Tatendrang hat er heute dann, wenn ich Zeit für ihn habe.

MEINE TOCHTER

Elea und ich haben da eine ganz andere Beziehung. Sie braucht viel Distanz zu mir, um dann wieder ganz nah zu kommen. Als ich nach Feierabend um sechs Uhr nach Hause kam, war meistens die Distanzphase dran. Das war frustrierend.

Die Tochter möchte keine Zeit mit dem Papa verbringen. Auf unserer Weltreise ist das anders. Wenn Elea ihre Distanzphase am Morgen hat, mache ich mein eigenes Ding. Und am Nachmittag, wenn die Papaphase dran ist, bin ich da. Ich merke, das entspannt unsere Beziehung. Ich glaube Elea war unzufrieden damit, dass ich tagsüber immer weg war. Mehr als Nathan sagt Elea, dass sie auf keinen Fall mehr nach Hause will. Lieber ist sie mit Papa auf Weltreise, als ihn einmal im Jahr im Büro zu besuchen.

KLEINE, FEINE UNTERSCHIEDE

Das sind kleine und wichtige Details. Von denen gibt es noch mehr. Die Kinder sehen zum Beispiel, dass wir als Eltern mehr Zeit miteinander verbringen. Das verteilt die Phasen in denen wir Meinungsverschiedenheiten haben auf den Tag. Das ist gut für unsere Ehe und die Kinder sehen, dass Mama und Papa manchmal den ganzen Tag nicht streiten. Und dass sie hin und wieder streiten und wie sie sich versöhnen. Die Kinder merken sich diese kleinen, feinen Unterschiede.

MEHR ZEIT

Ein feiner Unterschied ist, dass ich mehr Zeit habe, die Kinder zu beobachten. Ich sehe endlich, was sie machen. Ich bekomme mit, was sie mögen oder nicht mögen. Ich kenne sie besser. Ich bin nicht mehr der arbeitende Papa, der abends nach Hause kommt und müde Zeit für sich selbst braucht. Ich bin der entspannte Papa mit viel Zeit, der besser weiss, was das Kind will, was es kann und was es braucht.

Ich bin kein Super-Papa. Wie gesagt: Ich bin der Anti-Papa. Der Eigenbrötler. Ich nehme mir viel Zeit für mich. Die Weltreise macht aus mir, diesem typischen Anti-Papa einen guten Papa mit viel Zeit. Und ich merke, das tut mir gut.

Mama auf Weltreise
Boruca - Paradies der Ureinwohner

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