Pro und Kontra – Costa Rica

autor michael 2 Pro und Kontra Costa Rica

Als ich vor drei Monaten im Flugzeug sass und über den weiten Pazifik flog, stellte ich mir vor, wie das wird, eine Weltreise zu machen. Mein Ziel war es, mit meiner Frau und meinen Kindern die Welt zu entdecken, die Menschen und ihre Kultur. Wir sind keine klassischen Touristen auf der Suche nach Hotels und Hotspots. Wir freuten uns darauf, in das wahre Leben einzutauchen.

Das wahre Leben in einem traumhaften Paradies: Costa Rica. Mit all seinen Höhen und Tiefen. Dabei fanden wir Gutes und Schlechtes. Viele negative Erfahrungen gehören dazu. Eine Sache nervt mich wirklich an Costa Rica. Bevor ich dazu komme, hier zunächst die besten Dinge in Costa Rica:

DIE FÜNF BESTEN DINGE AN COSTA RICA

Erstens: Die Natur Costa Ricas ist eine Wucht. Unglaublich schön, faszinierend und exklusiv. Ein wahres Paradies mit farbigen Vögeln, duftenden Pflanzen, den besten Früchten. Absolut wow. Von sandigen, tropischen Stränden, bis zu dem Dickicht im Dschungel, ist Costa Rica für Abenteurer und klassische Touristen eine Traumdestination.

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ZWEITENS

Uns begegnete selten bis nie eine Person, die gestresst wirkte. Nicht im Supermarkt an der Kasse, nicht beim Bauern auf dem Land. Egal, ob die Schlange lang war oder das Gemüse schlecht. Die Menschen hier sind die Ruhe selbst und geniessen das Leben auf gemütliche Weise. Ausser im Strassenverkehr.

DRITTENS

Die Hunde hier sind die wohl freundlichsten Zeitgenossen, die mir je begegneten. Kommt dir einer zu nahe, hört er verlässlich auf ein ernstes tsssch und trottet respektvoll davon. Und die meisten Hunde unserer Gastfamilien begleiteten uns als treue Wachhunde, egal wohin wir gingen.

VIERTENS

Die Busse sind – für lateinamerikanische Verhältnisse – erstaunlich pünktlich. Und verlangen für diesen Service selten viel Geld. Je nach Region fährst du weite Strecken für ein oder zwei Euro. Und kommst – trotz nicht immer gepflasterten Wegen – pünktlich am Zielort an. Fast wie eine Schweizer Uhr.

FÜNFTENS

Costa Rica bietet viele umweltfreundliche Alternativen für Touristen. Eco Lodges, die alte Schiffscontainer recyceln, den Wasserverbrauch reduzieren oder den Dschungel aufforsten. Wir lernten viel über die Natur, über Nachhaltigkeit und über das Zusammenspiel von Mensch und Natur. Ein riesiger Pluspunkt.

COSTA RICAS MINUSPUNKT

Ich sage es ehrlich: Du bist hier kein Mensch, sondern ein Geldbeutel. Ein Beispiel: Mein bester Freund André besuchte uns in Costa Rica. Er buchte per Zufall Ferien in diesem Land. Klarer Fall – wir mussten uns sehen. Er kam zu uns auf die Rancho Quemado und wir planten den Corcovado Nationalpark zu besuchen. Früh am Morgen fuhren wir elf Kilometer bis zum Strand, wo die Tour startete. Warum sie hier 70 Dollar für die Hinfahrt mit dem Taxi berechnen, konnte und wollte mir keiner erklären.

REIS MIT BOHNEN

Eine Stunde später standen wir am Eingang von Corcovado. Ein wunderschöner und verlassener Strand. Ich wäre zu gerne geblieben. Unser Tourguide sagte: Ihr könnt alles sehen was ihr wollt. Ich zeige es euch. Wir sahen an die 1000 Affen, rochen an zwei Blättern irgendeiner Pflanze und stolperten per Zufall über eine Schlange. André fand es super und ass sogar lebendige Termiten. Ich wäre gerne am Strand geblieben. Zum Mittagessen gab es zum wiederholten Mal Reis. Mit Bohnen. Danach fuhren wir zurück.

GELD, GELD, GELD

Als wir ankamen, zahlten wir dem Guide die Tour. 180 Dollar. Der Guide meinte: «Das stimmt so.» Einige Minuten später kam irgendeine Frau wütend auf uns zugestürmt und erklärte uns, wir müssten zwei Dollar nachzahlen. Wir fragten, wer sie sei. Sie meinte noch wütender, dass sie hier die Chefin sei und der Guide nichts zu sagen habe. Ich sagte ihr, dass ich erstaunt sei, wie sie über ihre Mitarbeiter spreche. Und mich erstaunt ihre Art das Geld einzutreiben. Wir seien ihre Kunden. Das sei ihr egal, sie wolle das Geld. Ich gab ihr das Geld, sie drehte sich um und ich sagte zum Abschied: «I think the word in spanish is gracias.»

POSITIVE BEISPIELE

Und das ist eines von vielen Beispielen. In meinen Augen ein riesiger Minuspunkt für ein Land, das nach der Wirtschaftskrise vor allem vom Tourismus lebt. In Costa Rica kümmert es niemanden, woher du kommst, wer du bist und was du machst. Hauptsache du bist ein Bleichgesicht und sprichst nicht mehr, als ein gesprochenes Spanisch. Dann wollen sie dein Geld. Wir trafen wenige Ausnahmen. Die kamen aus Brasilien, El Salvador, Kanada oder Italien.

Ich verlasse ein traumhaftes Land und ich freue mich auf Panama. Neues Land, neue Chance. Ich bin parat für das Positive und das Negative,

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