Unser Flug in die Karibik

autor mirjam Unser Flug in die Karibik

An Nathans sechstem Geburtstag war es soweit. Nachdem wir von Panama zurück nach Costa Rica reisten, nahmen wir den Flug in Richtung Dominikanische Republik. Mit derselben Fluggesellschaft, mit der wir vor knapp einem halben Jahr von Deutschland nach Costa Rica flogen.

WARUM DIE KARIBIK?

Wir entschieden uns mit dem Schiff, einem Kreuzfahrtschiff, Richtung Heimat zu reisen. Im Sommer schreibe ich meine Prüfungen und im Sommer entscheiden wir, wie es weitergeht. Der Grund warum wir die Kreuzfahrt von der Dominikanischen Republik aus machen: Solche Schiffe fahren nicht von Costa Rica oder Panama ab. Sie starten von karibischen Inseln. Beispielsweise von der Dominikanischen Republik. Deshalb beschlossen wir unsere Weltreise für einen ganzen Monat auf diese Insel der Karibik zu verlegen.

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Der erste Tag unserer Weltreise

UNTERKUNFT IM ARMENVIERTEL

Wir suchten nach den günstigsten Unterkünften. Weil Nathan sich zum Geburtstag Schwimmflügel und einen Pool wünschte, versuchte ich diesen Luxus mit günstig zu vereinbaren. Wir kannten die Dominikanische Republik nicht, als wir unsere Unterkunft buchten und fanden etwas zu einem günstigen Preis. Was wir da nicht wussten: Das Viertel, in dem das Haus stand, war eines der ärmsten in der Nähe der Hauptstadt. Das erklärte den Preis für das Haus in dem Viertel, in das sich Touristen ungerne verirren. Das Viertel heisst Boca Chica.

DER PERFEKTE STRAND IM ARMENVIERTEL

Wobei: Die Touristen verirren sich dort hin und wieder. Genauer genommen hinter den Wohnvierteln, Dort liegt der Strand Boca Chica. Derjenige Strand, an den sich Touristen nicht verirren, sondern strategisch dort hintransportiert werden. Von Taxis, Touristenführen und Hotelmanagern. Deshalb ist der Strand ordentlich, sauber und sicher. Auf Touristen zugeschnitten.

SCHÜSSE UND GESCHREI

Das Wohnviertel, in dem wir nächtigten hingegen war das blanke Gegenteil. Dreckig, laut und alles andere als sicher. Wobei sich die Situation gebessert habe, meinte unser Gastgeber Louis, der seit einigen Jahren in dieser Gegend wohnt. Vor rund drei bis vier Jahren hörte er hier Nacht für Nacht Schüsse und Geschrei. Aktuell werde noch mit Drogen gehandelt. Im überschaubaren Rahmen. Immerhin.

 

Unsere Unterkunft lag abgeschirmt hinter riesigen Mauern. Mit einem Pool, aus dem Nathan nicht mehr zu entfernen war. Wer nicht über die Mauern schaut, merkt nicht, wo er gelandet ist.

IM BUS DURCH BOCA CHICA

Meine erste Erfahrung im armen Viertel in der Nähe der Hauptstadt, begann am ersten Tag nach unserer Ankunft. Um in den Supermarkt von Boca Chica zu kommen, stieg ich mit den Kindern in einen mehr als demolierten Bus. Viele der Autos und Busse hier wären bei uns vor Jahrzehnten nicht mehr durch den TÜV gekommen. Weil der Bus nicht ganz voll war, fuhr er im Schneckentempo durch das Viertel, um weitere Passagiere aufzuladen. Manche stiegen ein und unterhielten sich mit uns. Mit den Touristen, die hier eine Seltenheit waren.

BLONDE GRINGOS

Im Zentrum Boca Chicas war ich mit den Kindern eine Attraktion für die Einheimischen. Mehr als auffällig, drehten sich die Leute nach uns um und riefen uns nach. «Rubia, rubia.» Die Blonde. Die Amerikanerin – Weisse sind hier immer die Gringos – die wohl vergass, den Touristenführer zu lesen. Der hätte ihr mit Sicherheit davon abgeraten, sich in ein solches Viertel zu verirren.

UNERSCHROCKEN UND MUTIG

Ich vermute, es lag daran, dass wir eine Attraktion waren. Wir kamen an jeder Ecke mit Menschen ins Gespräch. Mit der Grossmutter, die uns zeigte, wie du ein Zuckerrohr roh isst. Der Busfahrer, der uns erzählte, dass seine Schwiegertochter einen Gringo heiratete. Und der Verkäufer im Supermarkt, der mir freundlich neue Tomaten brachte, als meine auf den Boden fielen. Und wer nicht mit uns redete, winkte uns von der Ferne zu.

 

Boca Chica ist arm und nicht für Nachtspaziergänge geeignet. Das alles änderte an einer Sache nichts: Die Dominikanische Republik gefiel uns auf Anhieb. Trotz der Armut und dem Müll, den wir überall sahen, waren die Menschen freundlich und aufgeschlossen. Anders als in Costa Rica und Panama. Länder, die praktisch den Amerikanern gehören.

REGELN IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

Wir starteten unsere Reise durch die Dominikanische Republik naiv. Der erste Taxifahrer zockte uns ab und wir fassten schnell Vertrauen in jeden, der uns die Einkaufstaschen nach Hause trug. Fehler, die du hier besser nicht begehst. Fehler, die du vermeidest, wenn du das Land – die Insel – hier kennst. Die Dominikanische Republik ist das bisher gefährlichste Land, in dem wir umher reisten. Und wir merkten, dass mit den Risiken, die Empfehlungen der Menschen hier anstieg. Was wir besser nicht machen, wo wir uns besser nicht verirren und wieviel Geld ein Taxifahrer wirklich zugute hat.

ÄNGSTE ÜBERWINDEN

Elea lernte ihre Angst mit einem Spiel zu überwinden. Indem sie in eine neue Rolle schlüpfte und die Wellen zu Spielkameraden machte, anstatt vor ihnen davonzulaufen. Und als ich sah, wie Elea in wenigen Minuten ihre Angst im Spiel verlor, fragte ich mich, welche Ängste wir Erwachsene überwinden könnten, wenn wir etwas häufiger wie Kinder wären.

Warum die Weltreise mich hilflos macht
Elea und die Wellen

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