Die Waldmenschen

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«Der Gedanke ist ganz leicht.» Sagte Andreas. «Wenn wir 20‘000 Milliarden Dollar hätten, könnten wir den gesamten abgeholzten Wald auf dieser Erde wieder aufforsten.» Gut, ganz so leicht ist es nicht. Woher diese riesige Menge Geld nehmen? Auf jeden Fall hilft das, was Andreas macht, den Einheimischen, der Natur und jedem Geld gebenden Investor. Ein Gedanke, fast zu schön, um wahr zu sein.

GELD VERDIENEN MIT DEM WALD IN PANAMA

Andreas heisst zum Nachnamen Eke und kommt aus Hamburg. Er ist ein grosser Mann, der seit vielen Jahren in Panama lebt. Er kennt alles und jeden. Und er hat eine Mission: Den Wald in Panama aufzuforsten, die Einheimischen aus der Amrut zu holen und als netten Nebeneffekt die Investoren reich zu machen. Andreas erklärte mir, dass er nicht Millionäre und Milliardäre anspricht. Nein, sein Projekt ist spannend für Menschen mit grossem und mit kleinem Sparschwein. Für alle, die gewinnbringend investieren und gleichzeitig dem Wald helfen möchten.

DIE ABHOLZUNG

Jeder weiss es: Der Mensch hat im Laufe der letzten Jahre viel Wald abgeholzt. Das ist für die Natur ein herber Verlust. Und für uns Menschen. Wir verloren auf diese Weise wichtige Kohlenstoffdioxidspeicher. Wir verloren Raum für Pflanzen und Tiere. Wir verloren streckenweise Landstriche auf diesem Planeten, die lebenswichtige Funktionen übernehmen.

DIE WALDMENSCHEN

Wir hörten von den «Waldmenschen» und wollten sie unbedingt treffen. Bei den Waldmenschen ist der Name Programm. Die «Waldmenschen» ist ein Projekt von Menschen, die den Wald wieder aufforsten. In Panama finden sich viele Wälder, die Teakwäler heissen. Ihr Holz ist wertvoll. An einigen Orten forsteten Leute darum reine Teakwälder auf. Läufst du durch so einen aufgeforsteten Teakwald, fühlst du dich wie in einem sterilen Chemielabor, statt wie in einem Raum voller Leben und Artenvielfalt. Darum entschloss sich Andreas Eke dazu, einen Wald aufzuforsten, der aus verschiedenen Bäumen besteht. Ein Wald, der wuchert und spriesst. Ein Wald, in dem die Menschen langsam und schonend aufforsten. Und ein Wald, in dem die Natur mitgestaltet.

ARBEIT FÜR DIE EINHEIMISCHEN

Die Einheimischen sind diejenigen, die diese harte Arbeit für die Waldmenschen machen. Hier das Plus: Sie haben einen Job, der ihnen den Weg aus der Armut ermöglicht. Sie kriegen ein faires Gehalt und die vollen Sozialleistungen. In Panama ist das nicht selbstverständlich. Andreas Eke zeigte mir sein Waldprojekt und stellte mir Verena vor. Verena gehört zur Genossenschaft «Waldmenschen in Deutschland». Ihre Aufgabe besteht einzig darin, zu prüfen, ob die Arbeiter beim Aufforsten des Waldes fair behandelt werden.

 

Ich hörte das Gespräch zwischen den Arbeitern und Verena mit. Verena bohrte sie hartnäckig mit Fragen und gab sich nicht mit den erstbesten Antworten zufrieden. «Wie lange arbeitet ihr? Wie zufrieden seid ihr mit der medizinischen Betreuung? Wie läuft es im Team und wie kommt ihr mit dem Vorarbeiter zugange?» Verena schaute sich Kücher und Schlafräume der Arbeiter an und machte sich selber ein Bild.

AUFFORSTUNG DANK DER INVESTOREN

Andreas Eke forstet den Wald nicht mit eigenem Geldbeutel auf. Das Aufforsten geschieht dank dem Geld der Investoren. Wer viel Geld hat, steckt dieses in den Wald und macht Profit. Andreas kauft sich von dem investierten Geld ein Stück Land und untersucht es auf Herz und Nieren. Dafür braucht er Wissenschaftler und Förster. Auf der Grundlage ihres Berichts, erstellt Andreas einen Businessplan. Er plant, wie, wann und in welchem Tempo er das Stück Land aufforstet.

DER GENERATIONENWALD

Spannend ist das neueste Projekt: Der Generationenwald. Bei diesem Projekt kauft sich ein Investor ein Stück Land. Und sein Ziel geht darüber hinaus, den Einheimischen eine Chance und der Erde ein Stück Natur zurück zu geben. Nein, sein Ziel besteht darin, seine Kinder, die Enkel und deren Kinder mit Geld zu versorgen. Wie funktioniert das? Die Waldmenschen forsten das Stück Land auf. Sie achten darauf, dass der Wald gedeiht und langfristig Gewinn abwirft. Jeder gepflanzte Baum, wird zu einem späteren Zeitpunkt verkauft. Schneller Gewinn ist nicht das Ziel der Waldmenschen. Andreas Eke wird dem Investor nach 25 Jahren sein komplettes Investment zurückzahlen und ihm danach jedes Jahr seinen Gewinn auszahlen. Einen Gewinn zwischen vier und sechs Prozent. Und das ohne Ablaufdatum. Ein Generationenwald, ein Generationeninvestment.

MENSCH UND NATUR IM EINKLANG

Da sie den Wald langfristig pflegen, erhält der Investor langfristig Rendite, die Arbeiter leben in gesicherter Existenz und die Natur freut sich. Ein geniales Projekt, das versucht Geld, Natur und Mensch in Einklang zu bringen.

Andreas erklärte mir, dass Panamas Wälder rund 1200 Baumsorten beherbergen. Die Erforschung davon läuft weiter und die Wissenschaftler langweilen sich hier bestimmt nicht. Für Andreas und sein Team ist das ein gutes Zeichen. Je mehr Forschung passiert, desto nachhaltiger gestalten er und sein Team den Wald in Zukunft.

NACHHALTIGES BUSINESS

Das Stück Land, das mir Andreas zeigte, ist riesig. Ein Landstrich, mit dem ein Investor ein Glücksgriff machte. In der Nähe von Colon, der Hafenstadt Panamas, thront das Land auf den Hügeln. Mit einem Blick auf das Meer in der Ferne. Hier werden zwei grosse Waldflächen miteinander verbunden. Aus zwei grossen Wäldern entsteht ein grosser und nachhaltiger Wald. Mehr Platz für die Natur, für unsere Gesundheit und für den Jaguar, hofft Andreas.

Auf diesem grünen Landstrich wachsen Wald und Arbeitsplätze. Der Investor plant hier Ecolodges und Workingfarmes zu bauen. Nachhaltiges Business durch ein nachhaltiges Investment.

IN DEN WALD INVESTIEREN

Das klingt nett. Und was hat das mit uns zu tun? Was ist, wenn ich anstelle von einer Millionen Franken, nicht mehr als 5000 Franken investiere? Die Genossenschaft der Waldmenschen erarbeitete eine Lösung, um Mini-Investoren ab einem Betrag von 1200 Euro in ihr Boot zu holen. Mit diesem kleinen Betrag kaufst du einen Teil Wald. Dauerplanke Studenten können den Betrag die ersten Jahre abstottern. Anders gesagt: Von Bill Gates bis zu den armen Weltreisenden ist dieses Projekt für alle spannend. Und dank der Arbeit von Andreas und seinem Team, die nach 20 Jahren Erfahrung noch viel Luft nach oben haben, ändert sich das bestimmt nicht. Nicht die Tatsache, dass Menschen einen Arbeitsplatz erhalten und nicht, dass Menschen. ihr Geld langfristig investieren können. Wir hoffen, dass solche Menschen weiterhin eine Zukunft bauen, die den nächsten Generationen mehr als nur Freude bringt.

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Ein Kommentar

  • Das „amerikanische“ Völkerrecht von 1945 macht‘s möglich. Dieses trägt ja bekanntlich Demokratie und Humanität rund um den Erdball, indem es aus der Luft ganze Landstriche zerbombt. Daß die Balten und Polen diese Bundesrepublik-Unterwerfungspolitik ihren USamerikanischen Freunden gegenüber so eifrig unterstützen, werde ich nie verstehen, ebenso wenig wie die Politik der ehemaligen DDR, aus den Armen der Russen, zack, in die Klauen der US.

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