Krieg und Frieden – Unsere Reise nach Israel

autor mirjam Krieg und Frieden Unsere Reise nach Israel

Wir reisten in ein Land, in dem Kriegszustand herrscht.

Nach Israel.

Einer der schönsten Länder, die wir je besuchten.

Wir entschieden uns für dieses Land, weil Michael viele Male nach Israel reiste, um seine Tante zu besuchen.

Er kannte das Land, die Kultur und er war und ist ein wenig verliebt in diesen Mix aus ara-bischen Basaren, jüdischen Militärs und christlichen Kirchen.

Ein Mix aus Kultur und Moderne, Krieg und Frieden, den du nur an einem einzigen Ort auf der Welt findest: In Israel.

DIE RICHTIGE UNTERKUNFT FINDEN

Wir reisten mit den Kindern in dieses Land und uns war klar: Alles steht und fällt mit der richtigen Unterkunft. Reisen mit Kindern ist kein Wellness-Urlaub. Besonders nicht in einem Land, in dem Kriegszustand herrscht.

EINE OASE BEIM GAZASTREIFEN?

Auch in friedlichen Ländern entwickeln Eltern unzählige Strategien, um sich den Reisealltag mit Kindern so angenehm wie möglich zu gestalten. Während Menschen ohne Kinder dafür in Yoga Retreat Center gehen, finden Eltern ihre ganz persönlichen Oasen.

Wir fanden eine solche Oase in Israel. 40 km vom Gazastreifen entfernt.

Die wohl beste Eltern-Kind-Oase unserer gesamten Reise.

Krieg und Frieden.

UNTERKUNFT IM JÜDISCHEN VIERTEL

Wir verbrachten unseren Aufenthalt bei der gläubigen Jüdin, Tali.

Tali holte uns vom Bahnhof ab und lud uns in ihren weissen Volvo. Sie fuhr mit uns in eine Gegend, in der sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagten. Talis Haus stand in einem gehobenen Viertel, das weiträumig von Maschendraht umzäunt war. Wir bezogen die Einbauwohnung ihrer Villa. Tali hatte alles vorbereitet: Tee, Datteln, Brot, Schokolade und Kaffee.

Alle 200 Meter trafen wir in dem Viertel auf einen anderen Spielplatz. Und wenn das nicht genug war, stand in unserem Garten alles für die Kinder parat: Trampolin, Schaukel und Spielhaus.

SHABBATH

Da wir an einem Donnerstagabend ankamen und am Freitag entspannten, war die halbe Reise in Israel für uns schon gelaufen. Freitagabend beginnt der Sabbath.

Da grüssen sich die Juden mit «Shabbath Shalom». Frieden.

 

Die Juden in Israel nehmen diesen heiligen Tag des Friedens etwas ernster, als wir unseren Sonntag in Europa. Am Shabbath liegt der gesamte Verkehr still. Keine Züge, keine Busse und selten fahren Taxis. Gern gesehen ist das nicht.

DIE ZEIT STEHT STILL

Tali lud uns zum Shabbath ein. Sie und ihre Familie feierten jeden Samstag. Jeden Samstag ein Festmahl wie bei uns an Weihnachten. Sie sangen und feierten, dass Gott an diesem Tag von all seinen Werken ruhte und Frieden herrschte.

Am Shabbath ziehen sie ihre besten Kleider an. Weil sie Juden sind, verrichten sie an diesem Tag keine Arbeit. Sie kochten am Vortag. Nicht einmal das Licht schalten sie an. Das macht ein automatischer Zeitregler.

Die Kinder geniessen an diesem Tag absolutes Medienverbot. Keine Handys, keine Musik, kein Ferseher. Auf dem Tag lag ein alter Zauber des Friedens. Wir sahen Kinder auf den Strassen spielen, Jugendliche ihre Brettspiele hervorholen und Freunde stundenlang miteinander reden. Das Leben blühte auf.

KRIEG

Und dann, am Sonntag begann der Alltag. Am Montag, 14. Mai, das 70 jährige Jubiläum des israelischen Staats. Trump verlegte seine Botschaft nach Jerusalem und im Gaza erhitzten die Gemüter.

Wir sonnten uns im Garten, als wir die Bomber über uns hinweg rauschen hörten. Gaza wurde bombardiert. Krieg.

Israel ist eine seltsame Mischung aus den unterschiedlichsten Kontrasten.

OHNE STURMGEWEHR VOR DIE TÜR

Eine Freundin fragte mich, ob wir in Israel überhaupt ohne Sturmgewehr vor die Tür gingen.

In keinem Land auf unserer Reise fühlten wir uns sicherer, als in Israel. Wir fühlten uns wohl und sicher in unserer Eltern-Kind-Oase. Bei Tali, der besten Gastgeberin der Welt.

Tali nahm uns mit nach Jerusalem, an den Strand von Ashdod und Tel Aviv. Sie erklärte uns, welche Sitten für die Juden gelten und welche Regeln, es zu beachten galt. Sie brachte uns Obst und den weltbesten Hummus.

Sie erzählte uns vom Krieg, den Hamas und das Israel weiss, wie Verteidigung auf hohem Niveau funktioniert. Denn nur so, meinte Tali, könne der Frieden in diesem Land überleben.

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