Michael hat ein Bambus-Fahrrad

Fast ein halbes Jahr reisten wir als Familie mit Fahrrädern um die Welt. Mich von unseren treuen Vehikeln zu verabschieden, fiel mir nicht leicht. Für Mirjam und mich war klar: Wir suchen uns eine Arbeit in nächster Nähe und fahren den Arbeitsweg mit Pedalkraft. Und ich entschied mich nicht länger für den Marathon, sondern für den Triathlon zu trainieren. Mit einem Rennrad. Einem Rennrad aus Ghana.

Ein Fahrrad aus Bambus

Ich überlegte lange, was für ein Fahrrad soll es sein. Sicher ein gutes. Eins das hält. Als wir auf unserer langen Reise waren, machten wir uns intensiv Gedanken um Minimalismus und Nachhaltigkeit. Und darum stiess ich auf die Idee mit den Bambusfahrrädern.

Warum sind Fahrräder aus Bambus so teuer?

Ich fand die Bambus-Vehikel von my Boo an und als erstes schoss mir die Frage durch den Kopf:
Warum sind die so schweineteuer?

Direkt wie ich bin, rief ich an und fragte nach. Warum dieser Preis? Ich hatte Felix am anderen Ende der Leitung.

Preis für Qualität und faire Arbeit

Felix war sofort Feuer und Flamme und fing beim Offensichtlichen an:
Unsere Fahrräder sind aus echtem Bambus. Das bedeutet, dass der Rahmen aus echten Bambus-Stämmen hergestellt wird. Aus ganzen Stämmen.
Die Produktion passiert in Ghana in Handarbeit. Dort leben inzwischen 60 Mitarbeiter von der Fahrradproduktion. Und diese Produktion kostet – da sie fair sein soll.

Ab da war mir klar: Der Preis soll keine Rolle spielen.

Bambus und Shimano

Und dieses Fahrrad sieht ziemlich cool aus. Nachhaltig und stylish. Etwas für’s Auge. Besser könnte kein Mercedes mein Ego streicheln.

Der Rahmen ist aus Bambus, die Verbindungen und der Lenker sind aus qualitativ hochstehenden Shimanoo-Komponenten.

Ein Rennrad mit Stil. Und werde ich damit auch den Triathlon gewinnen?
Das Fahrrad fährt sich super. Wie vielleicht andere über einen Mercedes sagen würden: Geschmeidig. Die Federung bettet mich in Wolken.
Da ich kein Rennradkenner bin würde ich keinen Unterschied zwischen einem herkömmlichen und diesem watteweichen Bambusrad erkennen.

Fahrräder statt Auto

Während ich meine ersten 40 Kilometer (mit einem ergiebigen Zwischenstopp) mache, fühle ich mich toll. Weil ich ein tolles Rennrad habe, weil es ein echter Hingucker ist und weil mein Fahrrad einem Menschen in Ghana seine Arbeitsstelle gesichert hat. Und weil mein Fahrrad mit nachhaltigem Rohstoff verarbeitet wurde.

Warum erzählen wir euch das? Um die Nostalgie zu wecken, als wir noch mit Fahrrad und Sack und Pack durch fremde Länder fuhren? Nein. Oder nicht nur deswegen.
Dieses Fahrrad (oder bald Fahrräder – da Mirjam ebenfalls überlegt ein Bambus-Bike zu kaufen) wird uns noch lange beschäftigen. Wir möchten als Familie autofrei leben. Und vielleicht ein bisschen die Verrückten auf zwei Rädern bleiben.

Fahrräder statt Auto

Während ich meine ersten 40 Kilometer (mit einem ergiebigen Zwischenstopp) mache, fühle ich mich toll. Weil ich ein tolles Rennrad habe, weil es ein echter Hingucker ist und weil mein Fahrrad einem Menschen in Ghana seine Arbeitsstelle gesichert hat. Und weil mein Fahrrad mit nachhaltigem Rohstoff verarbeitet wurde.

Warum erzählen wir euch das? Um die Nostalgie zu wecken, als wir noch mit Fahrrad und Sack und Pack durch fremde Länder fuhren? Nein. Oder nicht nur deswegen.
Dieses Fahrrad (oder bald Fahrräder – da Mirjam ebenfalls überlegt ein Bambus-Bike zu kaufen) wird uns noch lange beschäftigen. Wir möchten als Familie autofrei leben. Und vielleicht ein bisschen die Verrückten auf zwei Rädern bleiben.

Familie Mettler

FAMILIE METTLER